
Die AOK Nordwest warnt vor einer oft unterschätzten Gefahr: Knopfzellen in Weihnachtsdeko und Spielzeug. Für Kleinkinder sind kleine Gegenstände wie diese Batterien besonders verlockend – sie werden schnell als „Spielzeug“ angesehen und landen im Mund. Doch das Verschlucken einer Knopfzelle kann dramatische Folgen haben.
Knopfzellen in vielen Alltagsgegenständen und Deko
Viele Produkte wie LED-Teelichter, Grußkarten mit Musik und Kinderspielzeug enthalten die kleinen Batterien. Besonders gefährlich sind große Knopfzellen ab 20 Millimeter: Sie können in der engen Speiseröhre stecken bleiben. Durch den Kontakt mit der feuchten Schleimhaut fließt Strom, und es entstehen Hydroxidionen, die schwere Verätzungen verursachen.
Dr. med. Katja Schwarzenhölzer von der AOK Nordwest erklärt: „Bleibt eine Knopfzelle in der Speiseröhre stecken, können zunächst keine Symptome auftreten. Später folgen jedoch Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Fieber. Ohne schnelle ärztliche Hilfe drohen Blutungen, Gewebeschäden und im schlimmsten Fall der Tod.“
Tipps für Eltern: So schützt ihr eure Kinder
- Knopfzellen sicher lagern: Bewahrt neue und gebrauchte Knopfzellen immer außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Denkt daran: Für Kleinkinder sind kleine Gegenstände oft „Spielzeug“.
- Schnelles Handeln im Notfall: Bei Verdacht auf Verschlucken sofort ärztliche Hilfe suchen. Eine endoskopische Entfernung in der Klinik ist notwendig.
- Gefahr durch auslaufende Giftstoffe: Auch nach dem Passieren der Speiseröhre können gesundheitliche Schäden auftreten.
Michael Faust, Serviceregionsleiter der AOK Nordwest, sagt: „Das Verschlucken einer Knopfzelle ist immer ein medizinischer Notfall. Eltern sollten keine Zeit verlieren und sofort handeln.“