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Gastro-Steuer: Keine Rabatte
© NGG/Alireza Khalili
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Gastro-Steuer: Keine Rabatte

Trotz Steuersenkung ab Januar 2026 erwartet die Gewerkschaft Nahrung - Genuss - Gaststätten keine günstigeren Restaurantpreise im Kreis Steinfurt. Gäste sollen nach fairen Löhnen fragen.

Veröffentlicht: Mittwoch, 20.08.2025 12:49

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Die Mehrwertsteuer für die Gastronomie sinkt ab dem 1. Januar 2026 von 19 auf 7 Prozent. Doch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) glaubt nicht, dass dies zu günstigeren Preisen in Restaurants und Gaststätten im Kreis Steinfurt führen wird. Stattdessen fordert die NGG faire Tariflöhne für die Beschäftigten.

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Gäste sollen Preise im Auge behalten

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Die Gastro-Gewerkschaft ruft Gäste dazu auf, sich die aktuellen Preise ihrer Lieblingsgerichte zu merken oder ein Foto der Speisekarte zu machen. Ab Januar 2026 sollten Gäste gezielt nachfragen, ob die Steuersenkung an die Beschäftigten weitergegeben wurde. „Wo sind die 12 Prozent geblieben?“, fragt der Geschäftsführer der NGG Münsterland, Helge Adolphs und fordert „moralischen Gastro-Druck“ durch die Gäste.

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Faire Löhne statt Steuer-Gewinn

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Die NGG befürchtet, dass Gastwirtinnen oder -wirte die Steuersenkung oft nicht an die Gäste weitergeben, sondern für Betriebskosten oder eigene Gewinne nutzen. Besonders die steigenden Energiekosten und der Mindestlohn von 13,90 Euro ab Januar 2026 seien vorgeschobene Argumente. Für Adolphs steht fest, dass die Steuersenkung genug Spielraum für faire Tariflöhne bietet.

Im Kreis Steinfurt gibt es rund 780 gastronomische Betriebe mit etwa 6.180 Beschäftigten. Die NGG fordert, dass die Steuersenkung nicht nur den Chefinnen und Chefs zugutekommt, sondern auch den Beschäftigten in Form von Lohnerhöhungen.

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