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Gastro gehen die Leute aus
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Gastro gehen die Leute aus

Die vierte Corona-Welle trifft die Gastro-Branche mit abgesagten Weihnachtsfeiern, sinkender Feierlaune und zurückhaltenderen Gästen. Auch ohne Beherbergungsverbot bleiben viele Betten leer. Kaum eine andere Branche im Kreis Steinfurt bekommt die „Wucht der Welle“ wirtschaftlich so zu spüren wie das Hotel- und Gaststättengewerbe, heißt es bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten im Münsterland.

Veröffentlicht: Mittwoch, 08.12.2021 13:10

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Jede/jeder fünfte Beschäftigte hat die Branche während der Pandemie schon verlassen. Viele werden wohl nicht zurückkommen. Die NGG rechnet derzeit nicht mit einem weiteren gravierenden Arbeitsplatzabbau, denkt jedoch an die Perspekive derjenigen im Job: Nochmal Kurzarbeit erfordere nochmal viel Durchhaltevermögen bei 60% des Lohnes. Mit Blick auf die nächste Verhandlungsrunde am kommenden Mittwoch (15.12.) fordert die Gewerkschaft bessere Löhne für die gut achteinhalbtausend Gastrobeschäftigten im Kreis Steinfurt.

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Beschäftige wandern weiter ab

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Der NGG geht es schon jetzt um die Zeit nach der vierten Welle, die Zeit nach der Pandemie: Ohne Perspektive werde die Abwanderung weiter gehen - es sei denn, höhere Löhne machen die Branche attraktiver. Der bundesweite Mindestlohn von 12 Euro die Stunde komme mit der neuen Bundesregierung ohnehin. „Wer meint, Beschäftigte in Hotels, Restaurants und Gaststätten mit einem ‚Lohn light‘ knapp oberhalb des Mindestlohnlimits halten zu können, der vertut sich gewaltig“, sagt NGG-Geschäftsführer Helge Adolphs.

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