Anzeige
Frischzellenkur für Burgberg in Tecklenburg
© Tecklenburg Touristik GmbH
Teilen:

Frischzellenkur für Burgberg in Tecklenburg

Touristen und vor allem Ausflügler mögen Tecklenburg. Die Stadt dämmert trotzdem teilweise im Dornröschenschlaf. Doch in den nächsten Jahren wird der Burgberg gepimpt.

Veröffentlicht: Mittwoch, 09.12.2020 05:00

Anzeige

Die Stadt ist stolz darauf, die nördlichste Berg-, Burg- und die größte Festspielstadt Deutschlands zu sein. Außerdem ist sie Luft- und Kneippkurort. Der „Balkon des Münsterlandes“ zieht jedes Jahr viele Touristen an. Doch in der Stadt wäre noch viel mehr möglich, wird manches Potential nicht ausgenutzt.

Burgberg rückt in Vordergrund

Es ist beschlossene Sache, den Burgberg attraktiver zu machen. Er wird umgestaltet. Burgberg und Kurpark werden beispielsweise miteinander verbunden, die ehemalige Burg wird besser in Szene gesetzt und die Burgwiese zu einem Ort, an dem dann vieles stattfindet. Auch die Vorburg mit der Freilichtbühne wird den Plänen nach interessanter und lädt dazu ein, sich dort aufzuhalten.

8 Jahre Arbeit – 8 Millionen Euro Kosten

Bis der Burgberg so ist, wie vorgesehen, wird es acht Jahre dauern. Die Kosten belaufen sich auf fast acht Millionen Euro. Nach bisherigem Stand sind es genau 7,9 Millionen Euro, hat der Kreisbauausschuss beschlossen. Dem Kreis Steinfurt gehören große Teile des Gebiets. Er übernimmt 2,2 Millionen Euro. Die Stadt Tecklenburg beteiligt sich mit 500.000 Euro. Der größte Betrag kommt aus der Städtebauförderung des Landes NRW, hoffen die Planer. Bürgermeister Stefan Streit freut sich über das Projekt.

Anzeige
Bürgermeister Stefan Streit
Anzeige

Geplatzte Pläne in Tecklenburg

In den vergangenen Jahren hat es immer wieder Pläne gegeben, um die Stadt interessanter zu machen. Doch nicht immer ist daraus etwas geworden.

Beispiel Hotel Burggraf: Mitte der 60er Jahre ist das Hotel gebaut worden, inzwischen steht es seit fast 20 Jahren leer. Vor drei Jahren kaufte ein Bauunternehmen aus Georgsmarienhütte das Gebäude. Das plante ein neues Hotel mit fast 130 Betten und mehr als 40 Apartments. Letztes Jahr kam dann der Rückschlag, es fehlt ein Betreiber. Wie es mit dem Burggraf weitergeht, ist nicht klar. Durch die Corona-Krise ist es noch schwerer einen Betreiber zu finden.

Beispiel Seilbahn: 2015 haben zwei Investoren ihre Idee für eine Seilbahn vorgestellt. Ab 2018 wären demnach die Besucher mit der nördlichsten Seilbahn Deutschlands vom alten Bahnhof hoch bis zum Parkplatz Münsterlandblick gefahren. Runter wäre es mit einer Sommerrodelbahn gegangen. Vor drei Jahren gaben die beiden ihr Vorhaben auf. Von den Anwohnern und der Klinik Tecklenburger Land kamen ihnen zu viele Einwände, durch die sie lange Klageverfahren befürchteten.

Anzeige
Anzeige
Anzeige