
Zwei Deutsche und ein US-Amerikaner erhalten den Medizin-Nobelpreis. Dazu gehört der Biophysiker Peter Hegemann (71). Er ist in Münster geboren, hat dort studiert und ist aktuell Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Die Forscher bekommen den Nobelpreis für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der Optogenetik. „Die Optogenetik bietet Möglichkeiten, das Gehirn auf eine Weise zu kartieren, von der wir früher nur träumen konnten“, erläuterte der Vorsitzende des Nobelkomitees, Per Svenningsson.
Was ist die Optogenetik?
Bei der Optogenetik handelt es sich um eine Methode, mit der Zellen mithilfe von Licht an- und abgeschaltet werden können. Damit lasse sich zeigen, wie Nervenzellen im lebenden Gehirn Erinnerungen, Gefühle und Verhaltensweisen prägen, heißt es in der Begründung des Nobelkomitees. Bald könnte die Methode dazu benutzt werden, Netzhauterkrankungen zu behandeln und verlorene Sehkraft wiederherzustellen.