
Einsatzkräfte aus Mettingen, Recke und Ochtrup helfen bei Stromausfall in der Hauptstadt
Feuerwehrleute aus Mettingen, Recke und Ochtrup halten seit dem frühen Morgen des 6. Januar 2026 in Berlin die Stromversorgung aufrecht und bewältigen die Folgen eines großflächigen Stromausfalls. Ein Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal zerstörte mehrere Hochspannungskabel und schnitt rund 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbebetriebe vom Strom ab. Die winterlichen Temperaturen verschärfen die Situation, da viele Menschen ohne Heizung und mit eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten auskommen müssen. Die Reparatur der beschädigten Leitungen ist komplex und wetterabhängig, weshalb die vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung erst für übermorgen (Do., 08.01.) geplant ist.
Anschlag legt ganze Stadtteile lahm
Hintergrund des Stromausfalls ist ein Anschlag auf die Berliner Stromversorgung am vergangenen Samstag (03.01.). Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung und geht von einem politisch motivierten Hintergrund aus. Die Auswirkungen sind besonders gravierend, weil neben der Stromversorgung auch die Fernwärmeversorgung betroffen ist. Kritische Einrichtungen und tausende Haushalte kämpfen seitdem mit den Folgen des Blackouts.
Erster Strom noch in der Nacht
Gestern Abend (05.01.) haben sich die Einsatzkräfte aus dem Kreis Steinfurt mit zwei mobilen Netzersatzanlagen auf den Weg in die Hauptstadt gemacht. Noch in der Nacht nahmen sie die leistungsstarken Aggregate, die Teil der Energie-Module NRW sind, erfolgreich in Betrieb. Seitdem speisen sie eine 630-kVA-Trafostation im Bezirk Steglitz-Zehlendorf ein. Neben Haushalten versorgen sie auch eine nahegelegene S-Bahn-Strecke, die voraussichtlich heute wieder ihren Betrieb aufnimmt.
Ein Einsatz mit großer Bedeutung
Die Feuerwehrleute aus Mettingen, Recke und Ochtrup stabilisieren die Lage in Berlin und leisten einen entscheidenden Beitrag für die betroffene Bevölkerung. Sie sorgen dafür, dass kritische Infrastruktur wie die Stromversorgung und der öffentliche Nahverkehr wieder funktionieren. Die mobilen Netzersatzanlagen, die von speziell ausgebildeten Einheiten betreut werden, erweisen sich als unverzichtbar. Sie versorgen sowohl autarke Inselnetze als auch bestehende Stromnetze. Mit einem 800-Liter-Tank laufen sie bis zu 24 Stunden bei Volllast und können durch Fremdbetankung (THW) jederzeit weiter betrieben werden. Die Einsatzkräfte aus dem Kreis Steinfurt sind durch regelmäßige Übungen bestens vorbereitet und meistern auch diese Großschadenslage effektiv und sicher.
