Anzeige
Feuerwehren in der Pandemie
© Feuerwehr Ibbenbüren
Teilen:

Feuerwehren in der Pandemie

Das Coronavirus zwingt uns, zu anderen Menschen Abstand zu halten. Für unsere Feuerwehren in der Region ist das ein Problem.

Veröffentlicht: Mittwoch, 14.04.2021 06:06

Anzeige

Übungen funktionieren nur, wenn sie gemeinsam gemacht werden, denn auch im Ernstfall sind sie AHA-Regeln nicht einzuhalten. Zur Zeit finden keine Übungen statt - nur Online-Lehrgänge. Auf lange Sicht wird das so nicht reichen. Die fehlende Übung zeigt bei Einsätzen Wirkung: Die Bewegungsabläufe werden langsamer und es passieren häufiger Fehler. Kein Wunder: In der Regel gibt es alle zwei Woche eine Übung - bei manchen Feuerwehren sogar jede Woche. Wenn es dann monatelang keine Übungen mehr gibt, sitzen die Handgriffe nicht mehr perfekt. Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier aus Lienen sieht die Notwendigkeit, wieder Übungen anzusetzen.

Anzeige
Raphael-Ralph Meier, Kreisbrandmeister Kreis Steinfurt
download
Anzeige

Bei den Übungen, die kommen, ist Vorsicht angesagt: Sollte sich das Virus ausgerechnet bei einer Übung verbreiten, wäre die Feuerwehr in einem Ort mit einem Schlag für mindestens zwei Wochen außer Gefecht.

Anzeige

Ein wichtiger Aspekt bei allen Feuerwehren ist die Kameradschaft, denn Einsätze setzen Teamwork voraus. In normalen Zeiten gibt es regelmäßige Kameradschaftsabende. Die fallen während der Pandemie natürlich aus. Der Feuerwehrverband im Kreis Steinfurt befürchtet, dass auch nach der Pandemie einige Feuerwehrleute nicht mehr dabei sein werden.

Anzeige

Auch die Nachwuchsarbeit leidet: Bei den Kinder- und Jugendfeuerwehren passiert zur Zeit gar nichts. Als Vorsichtsmaßnahme fahren sie auch nicht mit auf Einsätze. Aktuell verkraften die Feuerwehren das noch, sagt der Kreisbrandmeister. Auf längere Sicht ist es wichtig, wieder die Verbindung mit den jungen Leuten zu stärken.

Anzeige
Anzeige
Anzeige