
Die Waldbrandgefahr bei uns in der Region ist aktuell hoch. An der Station am Flughafen Münster/Osnabrück gilt die zweithöchste Warnstufe. Die Feuerwehr Hörstel hat am Freitag ihr neues Waldbrandkonzept getestet.
Ausgangspunkt der Übung war ein gemeldeter Waldbrand im Teutoburger Wald. Im Bereich Waldwohnzimmer und Schöne Aussicht wurden im Szenario gleich vier Brandstellen festgestellt. Daraufhin wurde der Vollalarm der Feuerwehr Hörstel ausgelöst. Alle vier Löschzüge wurden alarmiert. Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr 103 Einsatzkräfte beteiligt.
Löschwasser aus dem Kanal
Hohe Temperaturen und die dichte Vegetation stellten die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Das schreibt die Feuerwehr Hörstel in ihrer Bilanz bei Instagram. Das Löschwasser wurde aus dem Kanal entnommen. Zusätzlich richtete die Feuerwehr einen Pendelverkehr mit Löschfahrzeugen ein, um das Wasser den Berg hinauf zu bringen. Dort wurde es in Faltbehältern zwischengespeichert und für die Brandbekämpfung genutzt.
Zweite Übung zur Wasserrettung
Parallel zur Waldbrandübung lief eine weitere Übung zum Grundschutz. Dabei ging es um eine Rettung aus dem Wasser. Die Person wurde laut Feuerwehr durch Wasserretter gesichert und anschließend mit einer Schleifkorbtrage sowie der Drehleiter aus dem Wasser gerettet. Dabei wurde zum ersten Mal auch das neue Wasser-/Eisrettungskonzept der Feuerwehr Hörstel getestet.
Die Feuerwehr Hörstel bewertet die Übung insgesamt als erfolgreich. Bis auf kleinere Herausforderungen seien alle Übungsziele erreicht worden. Das neue Waldbrandkonzept habe funktioniert. Im September soll gemeinsam mit der Feuerwehr Ibbenbüren der nächste Test folgen. Dann geht es um das neue, übergreifende Waldbrandkonzept für den Teutoburger Wald.