
Bei uns in der Region sind heute Aktionen zum Equal Pay Day. Dabei geht es um Lohngerechtigkeit. Der Equal Pay Day macht auf die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen aufmerksam. In Rheine informiert die Gleichstellungsbeauftragte. Ähnlich ist es in Greven. In Ibbenbüren macht eine Fahne vor dem Kulturhaus auf den Equal Pay Day und das Motto "Weil es sich lohnt - Entgelttransparenz jetzt!" aufmerksam.
Infos aus Rheine
Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Rheine informiert ab 14 Uhr auf dem Wochenmarkt am Emstorplatz/Kirmesplatz über den Equal Pay Day. Bis zu diesem Tag im Jahr arbeiten Frauen statistisch gesehen umsonst, weil sie für die gleiche Arbeit immer noch weniger Geld bekommen als ihre Kollegen. Der Equal Pay Day macht auf die Lohnlücke aufmerksam. Der Gender Pay Gap ist im Vergleich zum Vorjahr von 18 auf 16 Prozent gesunken, der stärkste Rückgang seit 2006. Letztes Jahr verdienten Frauen brutto im Schnitt 22,24 die Stunde, während Männer gut zwei Euro mehr bekamen.
Infos aus Greven
Am Equal Pay Day macht die Gleichstellungsstelle Greven auf die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen aufmerksam. Von 9 bis 11 Uhr gibt es einen Infostand im Grevener Rathaus. Der Equal Pay Day markiert mit dem 7. März den Tag, bis zu dem Frauen in Deutschland rein rechnerisch ohne Bezahlung arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar Geld verdienen.
Frauenstreik
Die größte Aktion plant die Gewerkschaft Verdi. Sie ruft zum Frauenstreik auf. Etwa tausend Beschäftigte aus den typischen Frauenberufen im Öffentlichen Dienst im Münsterland fahren zur Großkundgebung nach Dortmund. Dazu gehören unter anderem Beschäftigte des Kinderhauses Astrid Lindgren in Emsdetten. Die Tarifverhandlungen für die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen am 18. Februar sind ohne Angebot geblieben. In NRW sind deshalb zentrale Aktionen an vier Standorten geplant: neben Dortmund noch in Köln, Essen und Gütersloh.