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Ende der Home Office-Pflicht
© FH Münster / Katharina Kipp
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Ende der Home Office-Pflicht

Seit knapp zwei Wochen (19.03.) ist die Home Office-Pflicht weg und Millionen Beschäftigte in Deutschland fahren wieder ins Büro – die einen gerne, die anderen widerwillig.

Veröffentlicht: Dienstag, 29.03.2022 13:36

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Zwei Jahre Pandemie haben vieles verändert, sagt die Sozialwissenschaftlerin Friedericke Hardering von der FH Münster. Sie forscht zur Zukunft der Arbeit und weiß eins schon sicher: So wie vor Corona wird es nicht mehr.

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Friedericke Hardering: "Das wird ein Großexperiment."
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Unternehmen und Beschäftigte im freien Experimentieren also? Für Hardering steht fest: Gut wäre, wenn alle Beteiligten genau beobachten: Was läuft jetzt gut und was läuft nicht gut - und dann offen miteinander sprechen. Es geht darum, gemeinsam ein neues „new normal“ zu finden.

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Expertin Hardering: "Wie vor Corona wird es nicht mehr."
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Nachteile gibt es allerdings auch, zum Beispiel, wenn ich meine Kolleg:innen vermisse, wenn ich Angst habe, nicht mehr alles wichtige mitzukriegen oder, wenn ich zuhause am Schreibtisch kein Ende finde. Da braucht es individuelle Lösungen. Wie es nach dem Ende der Home Office-Pflicht weiter geht, fragen sich nicht nur viele, die wegen Corona zwei Jahre zuhause waren – auch auf den Chef-Etagen geht es darum, wie Arbeit nach der Pandemie aussieht. Für den Großlogistiker FIEGE in Greven ist das ganz einfach, sagt Tobias Jöhren: „Wo mobiles Arbeiten möglich ist, machen wir es möglich.“ Geht halt nicht überall.

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Tobias Jöhren: „Wo es möglich ist, machen wir es möglich."
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FIEGE ist sehr daran interessiert, alle da abzuholen, wo sie sich selbst sehen. Darum kommen Entscheidungen, wie es weiter geht, auch nicht „von oben“, sondern fallen im Team.

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Jöhren: "Kommt auf individuelle Lösungen an."
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Manchen ist es zuhause auch einfach zu einsam. Sie freuen sich, wenn sie die Kolleginnen und Kollegen mal wieder sehen. Umso besser, wenn da individuelle Lösungen möglich sind, wie bei einem Riesen-Arbeitgeber wie FIEGE. Auch die deutlich kleinere Hövermann IT-Gruppe in Ibbenbüren hat solche individuellen Lösungen schon lange vor Corona gehabt. So war Home Office absolut kein Neuland. Bis dann auch die IT-Cracks ein halbes Jahr fast komplett zuhause waren. Das WAR dann Neuland, sagt Jannis Viefhues.

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Jannis Viefhues: "Komplett zuhause war auch für uns neu."
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Blos gut, dass Home Office bei Hövermann schon eingespielt war. Die Beschäftigen entscheiden frei, von wo aus sie arbeiten und buchen dann Home Office-Tage. Das ist jetzt ein Erfahrungsvorsprung, wo viele nach neuen Lösungen suchen - auch ohne Home Office-Pflicht.

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Viefhues: "Da tut sich richtig was."
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Was jetzt kommt, ist vielleicht eine neue Aufbruch-Phase. Da spielen unabhängig von Corona alle Fragen zur Zukunft der Arbeit mit rein: Pendeln oder klimagerecht arbeiten? Der Arbeit hinterherziehen oder wohnen wo und wie ich möchte? Work-life-balance und natürlich andere Arbeits-Abläufe nach dem Ausstieg der Baby-Boomer.

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Tobias Jöhren: "Alles andere wäre nicht mehr zeitgemäß."
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Jannis Viefhues: "Es lebt von der freien Entscheidung."
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Fredericke Hardering: "Da steckt noch viel mehr drin."
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