
Einzelhandel profitiert zum Teil von der Corona-Krise
Trotz Pandemie und Teil-Lockdown steigt im Einzelhandel der Umsatz. Da kaum Reisen möglich sind, shoppen viele Menschen jetzt mehr. Doch neben Gewinnern, gibt es auch Verlierer bei den Geschäften.
Veröffentlicht: Freitag, 04.12.2020 05:00
Im Oktober hat der Einzelhandel 8,2 Prozent mehr eingenommen, als im Vorjahresmonat. Und die Zahlen sind auch besser, als vor dem Ausbruch von Corona in Deutschland. Im Vergleich zum Februar sind die Erlöse im Oktober um 5,9 Prozent höher.
Gewinner und Verlierer
Die Geschäfte laufen allerdings ziemlich unterschiedlich. Die Verbraucher schlagen vor allem bei Lebensmitteln, Getränken, Tabak, Möbeln, Haushaltsgeräten und Heimwerkerbedarf zu. Dagegen sieht es bei den typischen Innenstadt-Geschäften oft übel aus. Bekleidungs-, Schuh- oder Lederwarenshops liegen immer noch unter den Umsätzen des Vorjahres. Karin Eksen vom Handelsverband Westfalen-Münsterland bestätigt die Situation auch für unsere Region.
Der Onlinehandel wird im Weihnachtsgeschäft die Situation für die betroffenen Einzelhändler nicht verbessern, sondern eher verschärfen, befürchtet der Handelsverband Deutschland. Tagsüber zuhause am Schreibtisch sitzen und abends zuhause auf der Couch Netflix gucken, so läuft es während Corona oft. Dafür brauchen wir kein schickes Hemd oder coole Schuhe, dafür brauchen wir einen bequemen Stuhl und ein gemütliches Sofa. Das merkt auch Jörg Reinke von Möbel Kösters in Neuenkirchen.



