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Ein Jahr Krisenstab
© Dorothea Böing
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Ein Jahr Krisenstab

Heute vor einem Jahr hat der Corona-Krisenstab die Arbeit aufgenommen - Kreis Steinfurt zieht positive Bilanz. Präsent für den Leiter der Stabsstelle Corona, Dr. Karlheinz Fuchs

Veröffentlicht: Freitag, 26.02.2021 14:06

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Heute vor einem Jahr hat der Krisenstab des Kreises Steinfurt die Arbeit aufgenommen – zwei Wochen, bevor es den ersten nachgewiesenen Corona-Fall im Kreis gab. Leitgedanke war schon damals, „vor die Lage“ zu kommen, wie Landrat Martin Sommer es ausdrückte, der damals noch Kreisdirektor war. Seitdem hat es 261 Lagebesprechungen gegeben. In den Krisenstab fließen Kompetenzen aus vielen Bereichen der Kreisverwaltung ein.


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Die Hälfte aller Beschäftigten beim Kreis hat schon mitgeholfen

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Die Mitglieder arbeiten normalerweise im Amt für Gesundheit, Soziales und Pflege, im Ordnungsamt, im Rechts-, Jugend- oder Personalamt. Der Krisenstab kommt seit einem Jahr für sie obendrauf. Sie alle bringen ihren eigenen beruflichen Blickwinkel mit, damit an alle Bevölkerungsgruppen und Herausforderungen frühzeitig gedacht wird, heißt es beim Kreis. Auch die Polizei, der Kreisbrandmeister und die Hilfsorganisationen sind vertreten. Anfangs ging es noch um die Sorge, dass schlicht nicht genug Desinfektionsmittel vorhanden ist. Dann kam der Aufbau des "Pflegelazaretts" in der LWL-Klinik in Lengerich und des "Fieberlazaretts" im ehemaligen Marienhospital in Laer. Als die Aufgaben immer mehr wurden, kam der erweiterte Krisenstab dazu. Die Hälfte aller Beschäftigten beim Kreis hat hier schon mitgeholfen.

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Ziel bleibt: "Vor der Lage zu sein"

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Der Ermittlungsdienst hat bisher mehr als 70.000 Kontaktpersonen ermittelt. Später kamen die Corona-Stabsstelle, die mobilen Impf-Teams und das Impfzentrums am Flughafen Münster/Osnabrück dazu. "Unser Ziel bleibt, vor der Lage zu sein", sagt Landrat Sommer. Das habe bisher im Kreis Steinfurt sehr gut funktioniert und dafür arbeite der Krisenstab auch weiterhin.

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Herausforderung bleibt

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Zur Bilanz gehört auch, dass seit Beginn der Pandemie kreisweit 261 Corona-Tote zu beklagen sind. 10.407 Menschen haben sich seitdem angesteckt, 9.808 sind inzwischen wieder gesund. Sorge macht momentan die Stagnation des 7-Tage-Werts der Neuinfektionen pro 100.000 Menschen: seit zwei Tagen liegt sie bei 44, nachdem sie schon deutlich niedriger war.

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