
Negative Schlagzeilen
Vandalismus, Rauschgiftfunde, die Brandstiftung in einem Lebensmittelladen, ein Mordversuch – so etwas haben wir in den letzten Jahren aus dem Ort gehört und über ihn gelesen. Westerkappeln hat ein Image-Problem. Dabei zeigen zum Beispiel die Zahlen der Polizei, dass in den letzten Jahren die Kriminalität leicht zurückgegangen ist. Ein paar spektakuläre Vorfälle prägen sich eben trotzdem ein. Außerdem stehen auch in Westerkappeln viele Geschäfte leer. Und dann ist jetzt noch der Weihnachtsmarkt für dieses Jahr gestrichen worden. Viele Westerkappelner sehen die Probleme, halten die Situation dennoch nicht für so dramatisch, wie Menschen von außerhalb.
Fotos machen neugierig
Der Verein das „Das Kappelner Band“ kümmert sich um ein besseres Image für Westerkappeln. Eine Fotoaktion macht jetzt neugierig auf den Ort – so der Plan. Ab 29. Juni werden im Zentrum Fotos von dem Düsseldorfer Fotograf Andreas Holtkemper gezeigt. Er fotogarfiert leerstehende Geschäfte und eintönige Ecken in Westerkappeln. Die Gemeinde wird zur Galerie. Die Fotos werden in Schaufenstern von Geschäften und den Fenstern leerstehender Gebäude präsentiert. Mit dem Blick auf die Probleme im Ortskern werden neue Anregungen für Konzepte entstehen und Künstler angelockt, wünschen sich die Macher.
Gemeinde arbeitet an Entwicklungskonzept
Die Gemeinde Westerkappeln und vor allem der Ortskern werden aus dem Dornröschenschlaf geweckt und wiederbelebt - wünscht sich Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer.
Für Westerkappeln gibt es ein Ortsentwicklungskonzept. Die Maßnahmen, um wieder mehr Leben in den Ort zu holen, reichen von Blumen und Sitzbänken bis hin zu einem Dorf-Café, dass schon bald an den Start geht – wenn alles klappt. Die Gemeinde arbeitet eng mit der Polizei zusammen, um Vandalismus vorzubeugen. Und Westerkappeln setzt auf die schöne landschaftliche Umgebung, die viel für Radfahrer und Wanderer bietet.

