
Der mögliche Atommülltransport sorgt erneut für Widerstand. In Jülich beginnt am Dienstag um 18 Uhr eine Mahnwache am Forschungszentrum. In Ahaus startet um 18.30 Uhr eine Fahrrad-Demo durch die Innenstadt. Danach folgt eine Mahnwache an einer Kreuzung auf der Strecke des Castor-Transports. Eine offizielle Bestätigung für den dritten Castor-Transport gibt es bisher nicht. Anti-Atomkraft-Initiativen rechnen trotzdem mit der Fahrt. Schon die ersten beiden Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus liefen in den vergangenen Wochen unter starkem Polizeischutz.
Warum der Atommüll nach Ahaus kommt
Der hochradioaktive Atommüll stammt aus dem Forschungszentrum Jülich. Er soll in das Zwischenlager Ahaus gebracht werden. Grund ist eine Anordnung der NRW-Atomaufsicht. Das Lager in Jülich muss geräumt werden, weil die Erdbebensicherheit dort nicht nachgewiesen ist. Insgesamt sollen 152 Castor-Behälter nach Ahaus gebracht werden. In den Behältern liegen tausende Brennelemente aus einem früheren Reaktor. Die Transporte gelten als heikel. Deshalb bleibt das Thema Atommülltransport NRW für Polizei, Politik und Anwohner wichtig.