
Die Zukunft des Flughafens Münster-Osnabrück
Die einen schätzen den FMO in Greven für Geschäfts- und Urlaubsflüge, die anderen halten ihn für überflüssig und ein teures Zuschussgeschäft. RADIO RST hat die unterschiedlichen Meinungen zusammengefasst.
Veröffentlicht: Mittwoch, 24.02.2021 12:46
Erst 2019 haben die Gesellschafter des Flughafens Münster-Osnabrück für fünf Jahre Kredite in Höhe von 35 Millionen für den Airport genehmigt. Der FMO saniert damit die Start- und Landebahn, die Fluggastbrücken, die Gepäckanlage und beschafft neue Fahrzeuge für die Feuerwehr und die Enteisung.
Pro FMO
Die FMO-Geschäftsleitung sieht es als bestätigt an, dass der Airport für den Bund von verkehrspolitisch hoher Bedeutung ist. Denn der Flughafen Münster-Osnabrück bekommt Corona-Hilfen von Bund und Land. Zwölf Flughäfen habe der Bund als verkehrspolitisch von hoher Bedeutung eingestuft und der FMO sei der einzige Airport in Westfalen, der Hilfe bekommt. Pressesprecher Andrés Heinemann zur Gegenwart und Zukunft des FMO:
Die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen und einige große Unternehmen unterstützen den Flughafen. Sie halten den Airport für sehr wichtig, unter anderem als Verbindung zu Drehkreuzen wie München und Frankfurt. Der Flughafen sei besonders für international agierende Firmen ein Standortvorteil. Ohne den FMO würden Standortentscheidungen internationaler Player anders ausfallen. Und ohne die Corona-Krise stünde der FMO auch wirtschaftlich deutlich besser da. IHK-Geschäftsführer Fritz Jaeckel meint zur Gegenwart und Zukunft des FMO:
Contra FMO
Im Koalitionsvertrag der Münsteraner Ratsfraktionen steht ein Passus, der den Flugverkehr am FMO als entbehrlich einstuft. Die GRÜNEN im Kreis Steinfurt haben Anfang des Jahres (2021) einen Antrag gestellt, in dem sie ein alternatives und nachhaltiges Konzept für den FMO verlangen. Langfristig gesehen sind die GRÜNEN dafür, die öffentlichen Zuschüsse zu beenden.
Fast 40 Initiativen aus Münster, Osnabrück und den Landkreisen fordern eine "verantwortungsvolle Schließung“ des Flughafens. Scientists for Future in Münster hält den Airport für unwirtschaftlich und schlägt vor, das Gelände in einen Bio-Energiepark umzuwandeln – mit Windrädern, Solar-Panels, Getreide- und Gemüse-Anbau. Es gehe zu viel Steuergeld für die paar Business-Kunden drauf. Mathis Bönte von Scientists for Future in Münster denkt vor allem an den Klimaschutz:
Experten-Meinung
Vor zwei Jahren ist eine Studie zur Erreichbarkeit des EUREGIO-Gebietes im Luftverkehr erstellt worden. In der finden sich auch viele Daten, Fakten und Empfehlungen, die den Flughafen Münster-Osnabrück betreffen. Carsten Schürmann ist Raum- und Verkehrsplaner und hat an der Studie mitgearbeitet. Seine Einschätzung zur Gegenwart und Zukunft des FMO:
Zum Abschlussbericht der Studie zur Erreichbarkeit des EUREGIO-Gebietes im Luftverkehr geht es hier.







