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Deutschen Wäldern geht es schlecht
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Deutschen Wäldern geht es schlecht

Dürre, Stürme, Schädlinge - dem deutschen Wald geht es schlecht. Das geht aus dem Waldzustandsbericht hervor, den Agrarministerin Klöckner gestern präsentiert hat. 

Veröffentlicht: Mittwoch, 24.02.2021 16:18

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«Der Wald ist krank», lautet der Befund der Bundesagrarministerin zur Verfassung der deutschen Wälder im Jahr 2020. Noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984 litten sie so sehr wie im vergangenen Jahr. Doch was tun, um das massive Sterben zu bremsen?

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Es ist kein Ausreißer und kein Kurzzeit-Tief - es geht für den Wald in Deutschland seit Jahren kontinuierlich bergab.

Auch wenn Bundesagrarministerin Julia Klöckner nicht von einem generellen «Waldsterben» sprechen wollte, so hat sie doch erkannt: Die Lage ist bitterernst. «Unsere Wälder sind krank», bilanzierte die CDU-Politikerin und fasste damit den Grundbefund des Waldzustandsberichts 2020 zusammen. Im vergangenen Jahr starben in Deutschland so viele Bäume wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984. Ganze 138.000 Hektar Wald gingen demnach verloren.

Der Bericht, den Klöckner in Berlin vorstellte, dokumentiert, was Stürme, Dürre und Schädlinge - allen voran der Borkenkäfer - mit dem Wald angerichtet haben. In Regionen wie dem Harz in Sachsen-Anhalt gebe es «tote Bäume, soweit das Auge reicht», sagte Klöckner. Aber insgesamt sei ganz Deutschland von dem Phänomen betroffen.

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Wenn wir als "normale Menschen" durch den Wald laufen, merken wir auf dem ersten Blick nicht viel davon - doch bei genauer Betrachtung sieht das anders aus - Heinz-Peter Hochhäuser vom Regionalforstamt Münsterland ist Experte und sagt, vor allem die Trockenheit ist ein Problem:

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Hochhäuser - Trockenheit
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Ein weiteres Problem sind die Borkenkäfer. Manche machen sich Hoffnung, dass es davon nach dem kalten Winter der letzten Wochen jetzt weniger gibt.

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Hochhäuser - Borkenkäfer
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Auch die Baumkronen werden immer lichter, verlieren also immer mehr Nadeln und Blätter. Im Jahr 2020 hatten vier von fünf Bäumen lichte Kronen. Das betraf 89 Prozent aller Buchen, 80 Prozent aller Eichen und Kiefern sowie 79 Prozent der Fichten. «Der Kronenzustand ist wie ein Fieberthermometer», erklärte Klöckner. Wenn es den Kronen schlecht geht, ist der Wald krank. Während noch im Jahr 2000, also vor 20 Jahren, 23 Prozent aller Bäume deutlich unter lichten Kronen litten, waren es im vergangenen Jahr schon 37 Prozent. Der Klimawandel habe einen großen Schaden angerichtet, konstatierte die Agrarministerin. Es gehe nun darum, möglichst viel Fläche nachhaltig aufzuforsten. Um die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, stünden Waldbesitzern und Forstwirten derzeit 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Ein Teil des Geldes - 800 Millionen Euro - war bereits im Jahr 2019 als Bund-Länder-Paket auf den Weg gebracht worden. 2020 sei aus diesem Topf mehr Geld beantragt worden, als vorgesehen war, berichtete Klöckner. 500 Millionen Euro, die Teil des Gesamtpakets sind, stehen seit vergangenem Jahr als Prämie für Waldbesitzer mit Nachhaltigkeitszertifikat zur Verfügung. 56,6 Millionen Euro sind davon den Angaben zufolge bereits abgerufen worden.

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An Anreizen soll es nicht mangeln

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So brauche es etwa mehr Forstpersonal in den Bundesländern und ein neues System, um die Klimaleistung der Bäume finanziell zu honorieren - also um Einnahmen daraus zu generieren, dass die Bäume klimaschädliches CO2 binden. Die Bundesregierung könne nicht jedes Jahr so viel Geld in die Hand nehmen, betonte Klöckner. Zuvor hatte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) vor allem die Verantwortung der Waldbesitzer betont und sie ermahnt, die Finanzhilfen der Bundesregierung in nachhaltige Konzepte zu investieren.

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