
Ein gutes Viertel der Bäume in der RADIO RST-Region sind Eichen. Die leiden vor allem unter den Raupen des Eichenprozessionsspinners und Eichenwicklers. Teilweise seien ganze Eichenbestände abgefressen und das gehe gerade erst richtig los, hieß es vom Forstamt in Münster.
Fichten von Borkenkäferplage bedroht
Stürme, die Dürre im letzten Jahr und der Befall mit Borkenkäfern haben vor allem viele Fichten absterben lassen, 45.000 bis heute allein im Kreis Steinfurt. Sie stehen noch im Wald oder liegen entwurzelt zwischen gesunden Bäumen, Tendenz steigend. Münsterlandweit sind es 150.000, sagte uns ein Sprecher des Regionalforstamtes Münsterland. Ab einer Temperatur von 16,5 Grad werde der Borkenkäfer aktiv. Bleibt es weiter warm, sind dieses Jahr vier Generationen der Käfer möglich. Wenn es mehr als vier Wochen am Stück regnet und es kühler als 15 Grad bleibt, gehen die Borkenkäfer ein.
Waldbauern fordern Unterstützung
Die Waldbauern im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband wünschen sich Hilfe im Kampf gegen den Borkenkäfer. Je schneller die abgestorbenen Fichten aus dem Wald geschafft werden, umso weniger Nahrung finden die Käfer. Der Verband appelliert an die Landesregierung, die Bauern beim Abtransport zu unterstützen. Sie seien jetzt schon überlastet.Eine grundsätzliche Hilfszusage aus Düsseldorf über knapp sieben Millionen Euro haben die Waldbauern schon.