Der Abstands-Wahnsinn bei den Windrädern

Eine Woche nach der Explosion im Chempark Leverkusen fragen sich viele, ob die Anlagen nicht zu nah an den Wohnhäusern liegen? Die sind teilweise nur 800 Meter entfernt. Windräder haben in NRW künftig einen Mindestabstand von 1.000 Metern.

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Erst Anfang des Monats hat die schwarz-gelbe Landesregierung neue Abstandsregeln für Windräder durch den Landtag gebracht. 1.000 Meter haben künftig zwischen einem Windrad und Wohnhäusern zu liegen. Der Mindestabstand greift bei Siedlungen ab drei Gebäuden. Bei anderen Anlagen und Fabriken in NRW sind die Abstände teilweise geringer, auch wenn es da explosive oder giftige Stoffe gibt. Sie produzieren zum Beispiel Ammoniak, Chlor oder Schwefeldioxid. Werke, die Säuren herstellen und Abfallanlagen sind schon ab 700 Metern erlaubt. Windrad-Betreiber Heiner Konert aus Metelen hält das für gefährlich.


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Noch weniger versteht er, dass es für harmlose Windräder so harte Bestimmungen gibt. Das Problem sind oft die Menschen, die in der Nähe leben. Sie stören sich an der Lautstärke der Windräder und den Schatten die sie teilweise werfen.

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Wie laut Windräder im Vergleich wirklich sind zeigt Dir dieses Video:

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