Das Unwort des Jahres 2019

Heute Vormittag gibt die Sprachkritische Aktion das Unwort des Jahres bekannt. In den letzten Jahren stand vor allem das Thema Migration im Fokus - dieses Mal wird es wohl mit dem Klimaschutz zu tun haben.

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Wörter gegen Menschenwürde und Demokratie

Das Unwort des Jahres wird seit 1991 von der sprachkritischen Aktion gekürt, als Gegenpol zu dem Wort des Jahres. Es geht darum, auf bestimmte Wörter aufmerksam zu machen, die ehrverletzend oder diskriminierend sind - und nicht den Prinzipien der Menschenwürde und Demokratie entsprechen. Heute Vormittag wird das Unwort des Jahres 2019 bekannt gegeben.

"Öko-Diktatur" oder "Bauern-Bashing"?

Was es wird, ist zwar noch nicht klar - doch eine eindeutige Tendenz ist erkennbar, das verraten die Sprachexperten. In den vergangenen Jahren standen noch die Themen Flüchtlingspolitik und Migration im Fokus - da gab es Unwörter wie "Anti-Abschiebe-Industrie", "Volksverräter". Auch Medien waren immer wieder im Fokus - mit Unwörtern wie "Lügenpresse" oder "alternative Fakten". Diesmal kamen die meisten Vorschläge zum Thema Klimaschutz. Unter anderem "Bauern-Bashing", "Öko-Diktatur" oder "Verschmutzungsrechte" (Lizenzen, die Unternehmen kaufen, um dann legal die Umwelt zu verpesten). Auch "CO2-Jünger" oder "Klimakirche" wurden vorgeschlagen. Rund 400 Vorschläge sind in diesem Jahr insgesamt eingegangen.

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