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Das Thema der Woche in der Region
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Das Thema der Woche in der Region

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Veröffentlicht: Mittwoch, 21.07.2021 03:14

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Thema diese Woche:

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Illegale Müllentsorgung in Hopsten

Die Gemeinde Hopsten ist ständig damit beschäftigt, illegal entsorgten Müll zu beseitigen. Vor allem in den Außenbezirken fällt jede Menge Müll an - zum Beispiel entlang der Flughafenstraße oder des Loose-Stall-Wegs. 30-40 Autoreifen im Jahr, Elektroschrott und sogar mal eine ganze Küche werden im Grünen verklappt.

Für die Umwelt ist das eine Katastrophe, denn vieles, das weggeworfen wird, braucht hunderte von Jahren um sich zu zersetzen. Ein Beispiel: Eine Plastikflasche braucht etwa 450 Jahre bis sie vollständig verrottet ist. Teilweise gibt der Müll sogar Giftstoffe an den Boden ab.

Die Gemeinde Hopsten steckt sehr viel Arbeitskraft und Arbeitszeit in die Beseitigung von illegal entsorgtem Müll - und damit auch tausende Euro jedes Jahr, die an anderer Stelle fehlen.

Wer bei der illegalen Entsorgung erwischt wird, zahlt -je nach Außmaß der Verschmutzung- ein empflindliches Bußgeld. Mehrere tausend Euro Strafe sind möglich.

Unnötig ist das in jedem Fall: Meistens werden wir den Müll auch ohne Zusatzkosten bzw. sehr günstig los: Für den Sondermüll gibt es das Schadstoffmobil, alte Elektrogeräte nimmt der Elektrohandel zurück. Der Sperrmüll wird in Hopsten bis zu viermal im Jahr kostenlos abgeholt.

Einzelne entsorgen Müll illegal – alle zahlen

Wenn Einzelne ihren Müll illegal in die Landschaft kippen, bezahlt die Allgemeinheit die Entsorgung. Zuständig für illegale Müllkippen sind immer die Grundstücksbesitzer:innen. Landet Müll im öffentlichen Raum, räumen ihn in der Regel Beschäftigte der Bauhöfe weg.

Die Entsorgungsgesellschaft des Kreises Steinfurt berechnet 129 Euro pro Tonne Restmüll – Kosten, die wir alle über die Müllgebühren mitzahlen. Die Mehrkosten dafür, dass Mitarbieter:innen der Städte und Gemeinden einigen ihren Müll hinterher räumen reichen von 50.000 Euro/Jahr in Ibbenbüren bis 500 Euro/Jahr in Horstmar. Typische Punkte, an denen immer wieder wilder Müll landet, sind übrigens die Wertstoffsammelstellen, heißt es aus Ibbenbüren.

Oft genug verraten Anschriften im Müll, wer ihn weggeworfen hat. Dann zahlen die Verursacher die Rechnung und außerdem ein Bußgeld. Besonders schwere Umweltverschmutzung ist eine Straftat – dann ermittelt die Staatsanwaltschaft. In Tecklenburg, beispielsweise, hat vor kurzem jemand Asbest-Platten weggeworfen, um sich die teure Entsorgung zu sparen. Kurz hinter der Stadtgrenze von Horstmar – also gerade auf Rosendahler Gemeindegebiet – hat neulich jemand tonnenweise Bauschutt abgeladen, auf der Straße und auf beiden Seiten daneben. Zum Umweltfrevel kommt hier noch die Gefahr für Verkehrsteilnehmer, heißt es aus Horstmar.

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Illegale Müllentsorgung - Ist das ein großes Problem?

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