
Unternehmen in der Region warten immer länger auf Teile-Lieferungen aus Asien. Grund sind Corona-bedingte Einfuhrbeschränkungen, durch die sich Containerschiffe an der US-Westküste stauen. Es gibt Wartezeiten bis zu zwei Wochen und dadurch fehlen in China Übersee-Container für Schiffe nach Europa. Frachtraten zwischen China und Europa haben sich innerhalb eines Jahres etwa verachtfacht, hieß es im Verkehrsausschuss der Industrie- und Handelskammer Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim.
IHK: Lieferketten und sogar Geschäftsmodelle bedroht
Explodierende Frachtpreise und ausbleibende Lieferungen werden die Wirtschaft in der Region noch länger belasten Eine Entspannung sei bis Juli kaum zu erwarten. Wie groß der Druck auf die Logistiker ist, zeige sich auch daran, dass inzwischen vermehrt andere Verkehrsträger gewählt würden. Containerbuchungen für den Schienentransport auf der „neuen Seidenstraße“ hätten einen Reservierungsvorlauf von bis zu drei Monaten. Selbst der Lkw wird trotz Transportkosten von deutlich mehr als 10.000 Euro zunehmend für die Strecke zwischen China und Europa genutzt. Nachdem es auf dieser Strecke über viele Jahre keine Straßentransporte gab, meldet das Bundesverkehrsministerium zwischen Januar und Oktober 2020 rund 35.500 Lkw-Ladungen.