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Caritas warnt vor Klinikkrise
© Michael Bönte, Caritasverband für die Diözese Münster
Protest-Aktion gegen das Beitragssatzstabilisierungsgesetz: Die etwa 50 Vertreter katholischer Krankenhäuser aus NRW bei der Tagung des Caritasverbandes für die Diözese Münster.
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Caritas warnt vor Klinikkrise

Die Caritas im Bistum Münster warnt: Das geplante Kassen-Gesetz könnte ab 2027 viele Krankenhäuser in die Verlustzone treiben und die Versorgung gefährden.

Veröffentlicht: Donnerstag, 11.06.2026 09:21

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Caritas warnt vor Klinikkrise durch neues Kassen-Gesetz

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Die Caritas im Bistum Münster warnt vor existenzbedrohenden Folgen des geplanten Beitragssatzstabilisierungsgesetzes für die gesetzlichen Krankenkassen. Nach Angaben des Verbands könnten schon ab 2027 viele freigemeinnützige Krankenhäuser in die Verlustzone geraten. Bis 2030 sei einer aktuellen Studie zufolge sogar etwa jedes zweite konfessionelle Krankenhaus von Insolvenz bedroht. Die Caritas sieht dadurch nicht nur die wirtschaftliche Stabilität der Kliniken, sondern auch die medizinische und pflegerische Versorgung in der Region gefährdet. Bei einer Tagung am 11. Juni in Münster richteten die 57 katholischen Krankenhäuser in der Diözese Münster einen eindringlichen Appell an die Politik. Diözesancaritasdirektor Dominique Hopfenzitz erklärte, dass faire Arbeitsbedingungen und tarifgebundene Löhne politisch gefordert würden, deren Finanzierung jedoch nicht ausreichend gesichert sei. Gerade konfessionelle und freigemeinnützige Träger träfen die geplanten Regelungen besonders hart.

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Studie sieht hohe Insolvenzgefahr für freigemeinnützige Kliniken

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Eine Untersuchung des Institute of Health Care Business (hbc) im Auftrag der Caritas in NRW kommt zum Ergebnis, dass schon ab 2027 rund 82 Prozent der freigemeinnützigen Krankenhäuser in die Verlustzone rutschen. Bis 2030 wäre etwa die Hälfte der konfessionellen Kliniken insolvenzgefährdet. Als Gründe nennt die Caritas unter anderem steigende Preise, gesetzliche Strukturvorgaben, den Umbau des Gesundheitswesens und die unzureichende Finanzierung tariflicher Löhne. Marcus Proff, Leiter des Bereichs Krankenhäuser beim Caritasverband für die Diözese Münster, betonte, dass Nordrhein-Westfalen traditionell stark freigemeinnützig geprägt sei. Viele Krankenhäuser seien von Kirchen, Ordensgemeinschaften und anderen gemeinnützigen Trägern aufgebaut worden. Wenn der Strukturwandel weiterhin zulasten dieser Einrichtungen verlaufe, drohten Schließungen und spürbare Versorgungslücken.

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Protestaktion am 12. Juni 2026 in katholischen Krankenhäusern

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Um auf die angespannte Lage aufmerksam zu machen, beteiligen sich die katholischen Krankenhäuser im Bistum Münster an einer bundesweiten Protestaktion am 12. Juni: Zwischen 11:00 und 13:00 Uhr schließen sie symbolisch ihre Haupteingänge. Unter dem Motto „Wir sind für Sie da. Solange wir noch können.“ wollen die Einrichtungen auf die prekäre Versorgungssituation hinweisen und politischen Handlungsdruck erzeugen.

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