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Bußgelder für Schulschwänzen
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Bußgelder für Schulschwänzen

Die Zahl der Bußgelder wegen Schulschwänzens im Regierungsbezirk Münster hat sich seit 2020 fast verdoppelt. Mobbing und Prüfungsangst sind Hauptgründe.

Veröffentlicht: Montag, 12.05.2025 11:27

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Die Zahl der Bußgelder wegen Schulschwänzens hat sich im Regierungsbezirk Münster seit dem Jahr 2020 fast verdoppelt und ist auf über 1.300 Fälle hochgeschnellt. Mit 97% ist der Anstieg im Regierungsbezirk mehr als doppelt so hoch wie im Landesschnitt (+45%). Auch nach dem Corona-Jahr 2020, in dem es kaum Präsenzunterricht gab, zeigt sich eine steigende Tendenz. Ein Grund für das Fernbleiben vom Unterricht sind Eltern, die ihr Kind schon vor dem Ferienstart aus der Schule nehmen, um einen günstigeren Flug zu buchen.

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Mobbing und Prüfungsangst als Hauptgründe

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Neben finanziellen Überlegungen der Eltern sind Mobbing und Schul- oder Prüfungsangst nach wie vor die Hauptgründe für das Schulschwänzen. Grund-, Haupt- und Förderschulen laufen "unter'm Radar", denn sie sind nicht erfasst. Fachleute gehen von einer hohen Dunkelziffer aus, weil in der Statistik nur Fälle mit Bußgeld erfasst sind. Die Höhe der Bußgelder variiert stark und kann bis zu tausend Euro betragen. Im Schulministerium gibt es ein Krisenhandbuch, das Lehrerinnen und Lehrer dabei unterstützt, bei dauerhaftem Schulschwänzen effektiv auf die Schülerinnen und Schüler einzuwirken.

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