
Die FDP im Steinfurter Kreistag ist mit einem Antrag für Busse mit Brennstoffzellenantrieb gescheitert. Der Kreisverkehrsausschuss hat mit großer Mehrheit gegen den Antrag gestimmt. Die FDP hatte vorgeschlagen, die beiden Schnell-Bus-Linien S 10 von Recke nach Osnabrück und die S 50 von Ibbenbüren nach Münster mit dem Antrieb auszustatten und die Antriebstechnik mit Wasserstoff zu testen. Der Kreis Steinfurt verfolgt mit einem Förderprojekt mittelfristig das Ziel, „grünen“ Wasserstoff mit Hilfe des Stroms von Windkraftanlagen selbst herzustellen.
Weitere Themen aus dem Ausschuss
Der Kreisbauausschuss hat am Abend einstimmig beschlossen, den Neubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Steinfurt auszuschreiben und an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben. Ursprünglich waren die Kosten auf 6,5 Millionen Euro geschätzt worden. Doch damit kommt der Kreis Steinfurt nicht hin. Weil der Baugrund schlechter ist, als ursprünglich angenommen, der Raumbedarf größer und ein zusätzlicher Trafo notwendig wurde sowie eine Tankstelle für die Einsatzfahrzeuge gebaut wird, kostet die Feuerwehrtechnischen Zentrale jetzt rund 7,6 Millionen Euro. Der Betrag könnte noch größer werden, wenn die Ausschreibungsergebnisse über der Kostenschätzung liegen.
Der Kreis Steinfurt will den Bau weiterer Photovoltaikanlagen auf den Dächern seiner Gebäude forcieren. Das teilte die Verwaltung am Abend in der Sitzung des Kreisbauausschusses mit.
Die Dächer des Berufskollegs in Rheine, der geplanten Rettungswachen in Westerkappeln und Altenberge, der Kreisstraßenmeisterei in Steinfurt, der kaufmännischen Schule in Rheine, des Berufskollegs in Ibbenbüren und der neuen Feuerwehrtechnischen Zentrale sind für derartige Anlagen geeignet. Untersucht werden noch die Dächer der Technischen Schulen in Steinfurt, sämtlicher Sporthallen, der Kreisverwaltung in Tecklenburg, des Hermann-Emanuel-Berufskollegs in Emsdetten und der Janusz-Korczak-Schule in Uffeln. Im nächsten Jahr stehen 140.000 Euro für den Bau von Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung.
Dem Kreis Steinfurt stehen rund 60 Gebäude zur Verfügung, an denen Maßnahmen zur Verbesserung des Artenschutzes möglich sind. Das teilte die Verwaltung am Abend in der Sitzung des Kreisbauausschusses mit. Die bestehenden Gebäude und ihr Umfeld werden in den nächsten Jahren überprüft, ob neue Nistkästen dort möglich sind. Darüber hinaus werden Fassaden und Dächer begrünt sowie Trockenmauern und Steinhaufen angelegt. Auf den Grünflächen werden heimische Gehölze gepflanzt und Blühflächen angelegt. Diese Aspekte beachtet die Verwaltung zukünftig konsequent, wenn Gebäude umgebaut oder renoviert werden.