
In Osnabrück haben Fachleute gestern erfolgreich drei Blindgänger unschädlich gemacht. Zwei Bomben wurden entschärft, eine gesprengt. Ein vierter Verdachtsfall bestätigte sich nicht. Es handelt es sich nur um einen Bombensplitter. Um kurz vor Mitternacht kam die Entwarnung. Mehr als 15.000 Menschen hatten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Auch der Hauptbahnhof war gesperrt und zwei Krankenhäuser und vier Pflegeheime wurden evakuiert.
Der Einsatz zog sich in die Länge, weil sich immer wieder Menschen im Evakuierungsgebiet waren. Grob überschlagen hätten Personen, die sich unerlaubt im Evakuierungsgebiet befanden, die Maßnahme um mindestens drei Stunden verlängert, hieß es von der Stadt Osnabrück.
Schon im vergangenen November und im Februar wurden Weltkriegsblindgänger im Lokviertel entschärft. Auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofs der Stadt Osnabrück entsteht ein neues Stadtviertel. Während des Zweiten Weltkriegs war das Gelände massiven Bombardierungen ausgesetzt. Die Stadt Osnabrück rechnet mit weiteren Verdachtsfällen auf dem Areal.