
Das Bistum Münster will queeren Menschen Raum für ihre Geschichten geben. Das Projekt dauert ein Jahr. Betroffene sollen offen und ohne Angst über erlebtes Unrecht sprechen können. Geplant ist eine Internetseite, auf der Beiträge zum Thema erscheinen. Dort sollen Texte, Audios und Videos veröffentlicht werden. Die Inhalte werden auch auf anderen Kanälen verbreitet. Ansprechpartnerin für das Projekt ist seit Anfang Mai die Soziologin Friederike Müller. Sie arbeitete zuvor an der Universität Münster. Ihr Ziel ist es, zuzuhören und die Erfahrungen von LSBTIQ*-Menschen sichtbar zu machen. Nach Angaben des Bistums haben queere Menschen auch in Münster Verletzungen erlebt. Mitarbeitende konnten ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität oft nicht offen zeigen. Teilweise drohten Nachteile im Beruf.
Ein Zeichen für mehr Diversität
Das Bistum Münster will mit dem Projekt zeigen, dass Diversität heute offen gelebt werden soll. Queere Menschen sollen ein selbstverständlicher Teil der Kirche sein. Nach dem Projekt soll die Arbeit an dem Thema dauerhaft weitergehen.