
Bistum Münster: 2027 fehlen 4,7 Millionen Euro
Das Bistum Münster rechnet für nächstes mit 778,5 Millionen Euro Einnahmen und 783,2 Millionen Euro Ausgaben. Unterm Strich fehlen damit 4,7 Millionen Euro - nach 31,5 Millionen 2024, 26,1 Millionen 2025 und 18,9 Millionen in diesem Jahr. Der Kirchensteuerrat hat den Haushalt für den nordrhein-westfälischen Teil des Bistums am 25. September 2026 beschlossen.
Weniger Geld aus der Kirchensteuer
Die Kirchensteuer bringt dem Bistum voraussichtlich 477,4 Millionen Euro ein. Das ist der größte Teil seiner Einnahmen. Bei der Kirchensteuer auf Löhne und Einkommen erwartet das Bistum 8,3 Millionen Euro weniger als 2025. Wie viel Geld tatsächlich hereinkommt, hängt auch davon ab, wie sich die Zahl der Kirchenmitglieder entwickelt. Für seine Rechnung nutzt das Bistum die Zahlen aus 2025 und eine Steuerschätzung vom Mai 2026. Es plant außerdem einen Puffer für steigende Preise und weltweite Krisen ein.
Mehr Geld für Gemeinden und soziale Hilfe
Die Kirchengemeinden sollen nächstes Jahr rund 2,2 Millionen Euro mehr bekommen. Insgesamt plant das Bistum 267,4 Millionen Euro für die Gemeinden ein. Ein Teil des Geldes kommt Kindertagesstätten zugute. Für soziale Hilfe, etwa für Angebote der Caritas und Beratungsstellen, sieht der Haushalt 36,2 Millionen Euro vor. Die Gehälter der Beschäftigten kosten voraussichtlich rund 263,4 Millionen Euro. Für Pensionen und andere Versorgungsleistungen rechnet das Bistum dagegen mit 26,3 Millionen Euro weniger. Ohne Sparen wird es auch in den kommenden Jahren nicht gehen, sonst würde das Defizit wieder steigen.