
Erst am Wochenende hat die Initiative Maria 2.0 wieder einmal mit ihren sieben Thesen Reformen gefordert. Andrea Voß-Frick von Maria 2.0 in Münster sieht bis jetzt wenig Bewegung bei denen da oben.
Das betrifft zum Beispiel die Rolle der Frauen in der Kirche. Und natürlich auch den Missbrauch und die Vertuschung in dem Zusammenhang.
Und der Kölner Kardinal Woelki hält das Gutachten zu Missbrauchsfällen weiter zurück. Offenbar hat es im Erzbistzum Köln mehr Missbauchsfälle gegeben, als bisher angenmmen. In Köln gibt es jetzt eine Austrittswelle in der katholischen Kirche. Dafür hat Andrea Voß-Frick von Maria 2.0 in Münster viel Verständnis.
Das Kölner Gutachten und die Verbindungen ins Münsterland
In dem Gutachten geht es unter anderem um die Fälle des Priesters, der in den 1970er-Jahren in Münster und Westerkappeln gearbeitet hat - auch in der Jugendarbeit. Ob er sich da etwas zu Schulden hat kommen lassen, ist bisher nicht bekannt.
Der Mann ist heute fast 90. Schon 1972 war er wegen „fortgesetzter Unzucht mit Kindern und Abhängigen“ zu einer Haftstrafe und 1988 wegen sexueller Handlungen an Minderjährigen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Selbst nach seiner Pensionierung war der Priester in Kirchengemeinden tätig. Erst Ende 2020 ist er vom Kölner Kardinal Woelki endgültig aus dem Klerikerstand entlassen worden.
Auf RADIO RST-Anfrage heißt es aus der Gemeinde St. Margaretha in Westerkappeln, dass der Fall in der Pfarrei aktuell kein Thema mehr sei. Mehr Kirchenaustritten sehe sie nicht.



