
Mindestens bis Dezember fahren weiter weniger Züge der Eurobahn. Die Eurobahn teilt dazu mit: "Der bundes- und branchenweite Fachkräftemangel sorgt nach wie vor für eine angespannte Personalsituation auch bei der eurobahn. Hinzu kommen hohe Krankenstände, die dazu führen, dass das Unternehmen seine Fahrten nicht mehr so anbieten kann, wie ursprünglich geplant". Damit sich Fahrgäste schon darauf einstellen, habe die Eurobahn sich entschieden, diesen Schritt jetzt zu gehen. Eigentlich war geplant, dass zu Beginn der Sommerferien wieder ein normaler Betrieb möglich wird. Die Vorsitzende Geschäftsführerin der Eurobahn sagt: "Wir haben unser
Recruiting bereits im Herbst letzten Jahres erfolgreich ausgebaut. Aktuell bilden wir 22 neue Triebfahrzeugführer*innen in Qualifizierungskursen aus, die den Mangel an Personal kompensieren können. Bis die neuen Kolleginnen und Kollegen einsatzbereit sind und an einem sicheren Bahnbetrieb teilnehmen können, wird es allerdings noch dauern, da die Ausbildung zwölf Monaten in Anspruch nimmt. Darüber hinaus prüfen wir kontinuierlich und gemeinsam mit dem Aufgabenträger NWL auch alle anderen Optionen, wie wir kurzfristig eine Verbesserung für unsere Fahrgäste erreichen können". Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe ergänzt: "Es ist davon auszugehen, dass die benötigte Personalstärke in Ostwestfalen-Lippe frühestens im April 2025 erreicht werden könnte".
Die Eurobahn fährt seit Anfang April mit einem geänderten Fahrplan. Bei uns in der Region betrifft das vor allem die RB65 zwischen Münster und Rheine und die RB66 zwischen Münster und Osnabrück. Die genauen Änderungen zu den Fahrten findest du hier.
Die Eurobahn und der NWL sagen, dass es weiter die bessere Lösung ist, weniger Fahrten anzubieten, die dafür zuverlässig sind. Das sei erfolgreich gewesen, teilen sie mit: "Vor der Reduzierung des Fahrplanangebots kam es bei über 8% der Fahrten zu ungeplanten Ausfällen. Dank der neuen Maßnahmen konnte diese Quote auf etwa 2% gesenkt werden".