
Bin ich betroffen von einem Datenleck?
Jährlich treten tausende bestätigte Datenschutzverletzungen auf, wobei die Zahl der betroffenen Datensätze in die Milliarden geht. Doch wie erkennt man, ob die eigene E-Mail-Adresse betroffen ist, und was sollte man dann tun?
Veröffentlicht: Dienstag, 27.01.2026 05:07
Was ist ein Datenleck? (Leak)
Ein Datenleck (auch „Data Breach“ genannt) entsteht, wenn persönliche Daten unbeabsichtigt oder durch einen Hackerangriff veröffentlicht werden. Dazu gehören häufig:
- E-Mail-Adressen
- Passwörter
- Benutzernamen
- weitere persönliche Angaben
Solche Leaks entstehen oft bei Online-Diensten, Shops oder Plattformen, die Sicherheitslücken aufweisen.
Einfache Passwörter sind Türöffner
Viele Nutzer verwenden weiterhin sehr einfache Passwörter. Laut Auswertungen war eines der meistgenutzten Passwörter in Deutschland 2025 erneut „123456“. Solche Passwörter können innerhalb von Sekunden erraten werden.
Wenn eine E-Mail-Adresse gemeinsam mit einem schwachen Passwort geleakt wird, können Kriminelle schnell ganze Konten übernehmen.
Wie kann ich prüfen, ob meine E-Mail-Adresse betroffen ist?
Nutzung eines seriösen Prüfdienstes
Eine zuverlässige Möglichkeit bietet der Identity Leak Checker des Hasso-Plattner-Instituts. Dort kannst du kostenlos prüfen, ob deine E-Mail-Adresse in bekannten Datenlecks enthalten ist.
Link zum Dienst:
Du gibst dort lediglich deine E-Mail-Adresse ein. Falls sie in einem Leak gefunden wurde, erhältst du eine Benachrichtigung mit weiteren Informationen.
Wichtig: Seriöse Dienste fragen niemals nach deinem Passwort.
Woran erkenne ich zusätzlich mögliche Probleme?
Unabhängig von einer Prüfung solltest du aufmerksam werden, wenn:
- du unerwartete Passwort-Zurücksetzungs-E-Mails erhältst
- sich jemand ohne dein Zutun in deine Konten einloggt
- du vermehrt Phishing-Mails oder Spam bekommst
Das können Hinweise darauf sein, dass deine E-Mail-Adresse weiterverbreitet wurde.
Was tun, wenn meine E-Mail-Adresse betroffen ist?
1. Passwörter sofort ändern
Ändere die Passwörter aller betroffenen Konten. Nutze für jedes Konto ein eigenes, starkes Passwort.
2. Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
Wenn möglich, solltest du die Zwei-Faktor-Authentifizierung einschalten. Dadurch wird ein zusätzlicher Sicherheitscode benötigt.
3. Passwort-Manager verwenden
Ein Passwort-Manager hilft dabei, sichere und einzigartige Passwörter zu erstellen und zu speichern.
Wie kann ich mich langfristig schützen?
Verwende lange, komplexe Passwörter
Nutze niemals dasselbe Passwort für mehrere Dienste
Prüfe regelmäßig, ob neue Datenlecks bekannt wurden
Sei vorsichtig bei E-Mails mit Links oder Dateianhängen