
Die Bevölkerung im Kreis Steinfurt ist im ersten Halbjahr 2025 leicht geschrumpft. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW lebten am 30. Juni etwa 451.600 Menschen im Kreis. Das sind 413 weniger als zu Jahresbeginn, als die Zahl noch bei 452.065 lag. Dieser Rückgang entspricht einem Minus von etwa 0,09 %.
Entwicklung im Detail
Die Bevölkerungsentwicklung im Kreis Steinfurt spiegelt einen landesweiten Trend wider. Nordrhein-Westfalen verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Rückgang der Einwohnerzahl um 22.628 Personen (−0,13 %). Auch im Kreis Steinfurt dürfte der Sterbeüberschuss eine zentrale Rolle gespielt haben. Statistisch gesehen geht es dabei darum, dass mehr Menschen sterben, als geboren werden. Zusätzlich beeinflussen Wanderungsbewegungen die Bevölkerungszahl.
Kreis Steinfurt im Vergleich zu anderen Regionen
Im NRW-Vergleich fällt der Rückgang im Kreis Steinfurt moderat aus. Während einige Orte wie Nettersheim (−7,5 %) oder Schöppingen (−3,3 %) deutliche Verluste hinnehmen mussten, blieb der Bevölkerungsrückgang im Kreis Steinfurt vergleichsweise gering. Gleichzeitig zeigt sich auch hier, dass die demografischen Herausforderungen – insbesondere die Alterung der Bevölkerung – zunehmend spürbar werden.
Ursachen und Ausblick
Die Hauptursache für den Rückgang der Einwohnerzahl im Kreis Steinfurt ist der Sterbeüberschuss, der auch landesweit für sinkende Bevölkerungszahlen verantwortlich ist. Im ersten Halbjahr 2025 starben NRW-weit 42.036 Menschen mehr als geboren wurden. Zwar konnte ein positiver Wanderungssaldo diesen Rückgang teilweise ausgleichen, doch reichte dies nicht aus, um die Gesamtbilanz ins Positive zu drehen.
Für den Kreis Steinfurt bedeutet das, dass Maßnahmen zur Förderung von Zuwanderung und zur Unterstützung von Familien eine wichtige Rolle spielen könnten, um langfristig die Bevölkerungszahl zu stabilisieren. Gleichzeitig bleibt die Entwicklung der Geburten- und Sterberaten ein entscheidender Faktor.