
Rund eine Million Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Das geht aus einem UN-Bericht hervor, der gestern (6.5.) vorgestellt wurde. Demnach war das Artensterben noch nie so groß wie heute. So zerstören wir unsere eigene Lebensgrundlage, heißt es von den Machern der Studie. Denn die Natur sorgt dafür, dass wir genug zu essen haben.
Bis zu 80 Prozent weniger Insekten
Der Naturschutzbund im Kreis Steinfurt geht davon aus, dass es inzwischen bis zu 80 Prozent weniger Insekten gibt. Der NABU macht dafür unter anderem den Klimawandel und die Landwirtschaft verantwortlich. Weniger Insekten bedeutet gleichzeitig auch, dass es weniger Vögel gibt, die sich ja zu einem großen Teil von Insekten ernähren. Da geht der NABU von einem Rückgang um 40 bis 45 Prozent aus. Auf Dauer wird das ein Problem für jeden von uns: Pflanzen brauchen sowohl Vögel als auch Insekten, um ihren Samen zu verbreiten. Das heißt: Sterben die Tiere aus, fehlen uns irgendwann die Nahrungsmittel.
Blumenpflanzen hilft
Wer Blumen pflanzt, hilft zum Beispiel Bienen, ohne die wir wohl irgendwann völlig ohne natürliche Nahrung wären. Wichtig ist dabei, dass wir einheimische Pflanzen säen. Mit anderen kommen die Insekten nicht immer zurecht, weil die Pollen so tief sitzen, dass sie nicht herankommen. Steingärten sind auch nicht gerade ideal. Denn wo nichts wächst, finden die Insekten auch keine Nahrung. "Jeder Quadratmeter zählt", hat uns ein Sprecher des NABU gesagt.