
Positive Signale vom Bau: Greven und Osnabrück setzen Impulse
Die Städte Greven und Osnabrück senden in einer schwierigen Phase für die Bau- und Infrastrukturbranche positive Signale. Während in Greven mit dem EmsAuenQuartier ein großes Wohnbauprojekt in die Beteiligungsphase startet, profitiert Osnabrück von geplanten Infrastrukturhilfen in Millionenhöhe. Beide Beispiele zeigen, dass trotz der Flaute auf dem Bau neue Projekte und Investitionen möglich sind.
Greven plant 660 Wohnungen auf dem früheren Setex-Gelände
In Greven beginnt der nächste Schritt für ein großes Wohnbauvorhaben. Auf dem früheren Setex-Gelände am Emsdeich soll das „EmsAuenQuartier Greven“ entstehen. Geplant ist ein modernes Wohnquartier auf einer Fläche von sieben Hektar mit rund 660 Wohnungen für unterschiedliche Bedarfe und Ansprüche. Bis zum 15. Juniliegen die Planunterlagen öffentlich aus. Wer sich für das Projekt interessiert, kann die Unterlagen online und im Rathaus einsehen und Anregungen einreichen. Zusätzlich laden die beteiligten Planungsbüros zu einem Ortstermin auf das Gelände ein, am Montag, den 8. Juni, um 18:00 Uhr an der Münsterstraße 112 in Greven. Dort stellen sie den aktuellen Planungsstand vor, ergänzt durch einen Rundgang über das ehemalige Setex-Gelände und die Möglichkeit für Fragen und Anregungen. Für die Teilnahme bittet die Stadt um eine vorherige Online-Anmeldung. Mit dem EmsAuenQuartier reagiert Greven auf den anhaltenden Bedarf an neuem Wohnraum. Dass Bürgerinnen und Bürger schon in einem frühen Planungsstadium eingebunden sind, kann dazu beitragen, Anregungen rechtzeitig in das Verfahren aufzunehmen und die Akzeptanz für das Projekt zu stärken.
Osnabrück kann mit mehr als 88 Millionen Euro planen
Auch aus Osnabrück kommt ein positives Signal: Nach den bisherigen Plänen des Landes Niedersachsen sind für die Stadt mehr als 88 Millionen Euro an Infrastrukturhilfen vorgesehen. Die Mittel stammen aus dem Bundessondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ und sollen über ein neues Landesgesetz an die Kommunen fließen. Insgesamt sind für Niedersachsen 9,4 Milliarden Euro vorgesehen. Davon sollen gut 4,7 Milliarden Euro direkt und pauschal an Städte und Gemeinden gehen. Weitere Mittel will das Land für kommunal relevante Maßnahmen einsetzen. Für Osnabrück eröffnet das zusätzliche Spielräume für langfristige Investitionen, etwa in Schulen, Straßen, Kitas, Brücken oder andere Infrastrukturprojekte. Nach den bisherigen Plänen können Kommunen die Mittel für Investitionsmaßnahmen nutzen, die seit dem 1. Januar 2025 laufen und bis zum 31. Dezember 2042 abgeschlossen werden. Das Land Niedersachsen will den Abruf vollständig digital und möglichst bürokratiearm organisieren. Vor dem Hintergrund der schwachen Entwicklung in der Bauwirtschaft lassen beide Beispiele sich als positive Impulse werten: Greven treibt dringend benötigten Wohnungsbau voran, Osnabrück dürfte von erheblichen Infrastrukturmitteln profitieren. Damit kommt aus beiden Städten das Signal, dass kommunale Planung und öffentliche Investitionen weiter eine wichtige Rolle für die regionale Entwicklung spielen.