
Bahnstrecke Rheine–Recke: keine Chance für Reaktivierung
Zwischen Rheine und Recke werden weiter keine Bahnen fahren. Eine Machbarkeitsstudie des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) kommt zu dem Ergebnis, dass eine Reaktivierung der Strecke aktuell wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.
Veröffentlicht: Montag, 20.07.2026 08:31
Studie sieht Nutzen-Kosten-Verhältnis als zu gering
Damit wieder Bahnen von Rheine über Hörstel nach Recke fahren, müssten rund 80 Millionen Euro investiert werden. Der NWL geht davon aus, dass zu wenige Menschen die Bahnstrecke nutzen würden, als dass sich die Investition lohnt.
Pro Bahn spricht von Rückschlag für das Münsterland
Kritik kommt vom Fahrgastverband Pro Bahn Münsterland. „Nach der vorzeitigen Beerdigung der zu reaktivierenden Strecke zwischen Bocholt – Borken – Coesfeld ist die Aufgabe des möglichen Schienenverkehrs zwischen Rheine und Recke der nächste Rückschlag für das Münsterland“, sagt Werner Szybalski, Vorsitzender von Pro Bahn Münsterland. Der Verband kritisiert, dass andere Strecken bereits gezeigt hätten, dass Planer oft unterschätzen würden, wie viele Menschen am Ende wirklich in die Bahn steigen.
Strecke soll trotzdem erhalten bleiben
Auch wenn die Bahnstrecke zwischen Rheine und Recke aktuell nicht reaktiviert werden soll, muss die Bahntrasse erhalten bleiben. Das legt der Regionalplan Münsterland fest. So soll sichergestellt werden, dass eine Reaktivierung möglich bleibt, falls neue Studien in Zukunft zeigen, dass es sich wirtschaftlich lohnen würde, den Bahnbetrieb auf der Strecke wieder aufzunehmen.