
Forscher haben herausgefunden, dass das Aufforsten von Wäldern die effektivste Alternative wäre, um CO2-Emissionen zumindest für einen gewissen Teil in den Griff zu bekommen. Möglich auf unserer Erde: 4,4 Milliarden Hektar Wald. Aktuell sind es nur 2,8 Milliarden Hektar.
Von den offenen 1,6 Milliarden Hektar würden sogar 0,9 Milliarden Hektar das Kriterium erfüllen, nicht vom Menschen genutzt zu werden. Zum Vergleich: Dies ist ungefähr die Größe der USA.
So viele Bäume gibt es in Deutschland
Derzeit gibt es rund 90 Milliarden Bäume in Deutschland, das sind knapp 11,5 Millionen Hektar. Wer etwas gegen die CO2-Emissionen machen möchte und sich für das Klima einsetzen möchte, sollte darüber nachdenken, selbst einen Baum zu pflanzen – vielleicht sogar im eigenen Garten.
Tipps von einem Experten zum Pflanzen
Roman Senekovic ist Betreiber einer Baumschule mit zwei Hektar Verkaufs- und zehn Hektar Gesamtfläche in Witten. Er empfiehlt folgende Bäume zu pflanzen: Bienen- und Insektenfreundliche Bäume wie den Euodia, oder Silberlinden und Streucher, die auch über den Sommer hinaus blühen.
Wichtig sei laut Senekovic, dass die Bäume genügend Platz erhalten, sich zu entfalten. Wasser müsse in den Boden ziehen, damit die Wurzeln nicht verfaulen. Beim Wässern gilt: Erde mit Hand oder Dreizack lockern, sodass das Wasser gut abfließt und sich die Poren öffnen.
Kein eigener Garten? Kein Problem
Wer keinen eigenen Garten, oder eine Gartenzeile besitzt, hat auch die Möglichkeit etwas zu machen. Zum Beispiel Baumpate werden – das geht online. Über die Seiten https://www.iplantatree.org/ und https://www.plant-for-the-planet.org/de/unterstuetzen/treecard gibt es für Interessierte verschiedene Wege dabei zu helfen, das Klima mit Baumpflanzen zu unterstützen.
Alternativ zu Google Chrome oder Firefox gibt es die Suchmaschine „Ecosia“. Nach jedem 45. Suchergebnis pflanzen die Verantwortlichen einen Baum. Die Bäume werden vor allem in Afrika gepflanzt – 70 Millionen Bäume sind dabei schon zusammengekommen.
Hier lohnt sich die Aufforstung
In einigen Teilen von NRW macht es keinen Sinn, die Aufforstung eines Waldes zu starten. Woanders dafür schon. Wo genau, das zeigt das sogenannte "Crowther Lab" einer renommierten Öko-Uni in Zürich/Schweiz. Es zeigt auf einer Karte, wo es möglich ist, Bäume zu pflanzen. Es gibt zu manchen Regionen sogar Tipps, welche Art von Bäumen dort gepflanzt am Besten gepflanzt wird und wie hoch der geschätzte Wert einer Aufforstung jeweils ist. Über diesen Link kommt ihr zur Karte: https://www.crowtherlab.com/maps-2/
