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Azubis im Ausnahmezustand
© Lukas Lütke
Bereitet sich auf die Zwischenprüfung vor: Elektroniker-Azubi Lucas Lütke aus Hörstel
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Azubis im Ausnahmezustand

Corona-Krise sorgt für Unsicherheit bei Azubis und Ausbildern. Wie geht es weiter?

Veröffentlicht: Donnerstag, 09.04.2020 09:57

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Lucas Lütke aus Hörstel wird Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Er ist im zweiten Lehrjahr bei der Firma Beermann und bereitet sich auf die Zwischenprüfung vor. So weit, so gut. Doch nur bis hier hin reicht die Normalität in Corona-Zeiten noch. Alles andere ist anders als sonst.

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Im Privaten fängt es an

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Junge Leute trifft die Kontaktsperre am härtesten: Kaum noch Kontakt zur Clique, nur noch zuhause abhängen, nicht mal Berufsschule. Lucas rettet sich noch und erledigt zuhause aufgeschobene Dinge oder hilft der Familie im Garten…


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Lange kann das nicht so gehen...
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Das Normalste momentan ist tatsächlich noch die Arbeit – und nicht mal da ist es wie immer. Lucas‘ Firma hat schon früh auf Corona reagiert und zum Beispiel Hygieneregeln festgesetzt: Hände waschen, so oft es geht, Abstand halten, in die Ellenbeuge husten oder niesen und so weiter - das Übliche halt.

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Arbeiten unter Ausnahmebedingungen
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Und dann ist da noch die Zwischenprüfung am 11. Mai - oder?

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Bleibt es bei dem Termin oder was kommt da noch? Niemand weiß es. Keine leichte Zeit für Azubis, wenn die Corona-Auflagen nicht nur privat und beruflich alles verändern sondern wenn sogar Gewissheiten wie Prüfungstermine nicht mehr sicher sind. Lucas ist im zweiten Ausbildungsjahr und er lernt – natürlich.

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Lernen ohne Gewissheit
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Noch macht Lucas also normal weiter, sofern das noch normal ist, so gut wie nicht mehr vor die Tür zu kommen außer zur Arbeit. Er wünscht sich, dass das schnell vorbeigeht und dass die Menschen wegen Corona nicht in Panik ausbrechen sondern zusammenhalten.

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Lernen - trotz und aus der Corna-Krise
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Ungewissheit betrifft alle

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Azubis im zweiten Lehrjahr hängen wegen Corona in der Luft, wie kein anderer Jahrgang bisher. Berufsschule zu, manche Firmen auch - zum Beispiel Friseursalons – andere im Ausnahmezustand. Und vor allem: keine Infos, wie es weitergeht. Die Zwischenprüfung am 11. Mai ist noch nicht abgesagt - andere schon. "Morgen wissen wir mehr," sagt Frank Tischner von der Kreishandwerkerschaft.

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Azubis im Ausnahmezustand
© RADIO RST
Bekommt viele besorgte Anrufe: Frank Tischner von der Kreishandwerkerschaft
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Morgen entscheidet sich, wie es mit den Schulen weitergeht
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Viele Lehrlinge im Kreis Steinfurt erleben wegen Corona momentan eine ganz andere Ausbildung als sie sich vorgestellt haben: Manche sitzen zuhause, weil der Ausbildungsbetrieb geschlossen hat und wissen nicht, wie es weitergeht. Andere arbeiten unter Ausnahmebedingungen. Die Chefs haben Sorgen und auch Frank Tischner von der Kreishandwerkerschaft hat neben allem Organisatorischen jetzt noch eine Aufgabe: Telefonseelsorge, wie er es nennt.

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"Sorgentelefon" steht nicht still
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Morgen weiß Tischner vielleicht auch schon, ob es bei der Zwischenprüfung für das zweite Lehrjahr am 11. Mai bleibt. Sicher ist das nicht - nur soviel: Bis zum 24. April gibt es keine Prüfung bei der Kreishandwerkerschaft. Tischners klares Ziel ist jedenfalls, dass die Abschlussprüfungen bis Ende Juli durch sind. Und auch den Betrieben rät er, schon jetzt über das Ende der Corona-Krise hinaus zu denken.

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Jetzt schon an die Zeit nach Corona denken!
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Flexibel reagieren und auch mal quer oder anders denken – auch den Ausbildungsbetrieben bleibt nichts anderes übrig, damit es nach der Corna-Krise weitergeht.

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