Ausbildungsmarkt erholt sich

Der Ausbildungsmarkt im Kreis Steinfurt erholt sich überdurchschnittlich gut. Nach Ausbildungsverträgen, die der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen gemeldet sind, bedeutet das Platz zwei im Münsterland. Nur im Kreis Coesfeld läuft es noch besser.

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Vor allem in industriell-technischen Berufen ist die Zahl der neuen Azubis überdurchschnittlich stark gestiegen. Drei Tage vor dem offiziellen Start ins neue Ausbildungsjahr liegen der IHK in Münster aus dem Münsterland und Westfalen-Lippe 6.750 neue Ausbildungsverträge vor. Das sind fast fünf Prozent mehr als vor einem Jahr.

Wirtschaft holt auf - langsam

„Wenn sich der Trend bestätigt, wird zum Jahresende der Rückgang im Corona-Jahr 2020 zum Teil kompensiert sein,“ heißt es aus Münster. In Zeiten des Fachkräftemangels setzen viele Firmen weiter auf Ausbildung, um Nachwuchs fürs eigene Team zu gewinnen. Die Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse ist 2020 gegenüber dem Vorjahr von 9.609 auf 8.491 gesunken. Die IHK rechnet damit, dass es noch einige Zeit dauert, bis das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht ist. Im Lockdown sind viele Kontakte gar nicht erst zustande gekommen.

Wegen Corona kaum gegenseitiges Beschnuppern von Ausbildern und Jugendlichen

Geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden, ist schwieriger geworden. Ohne die sonst üblichen Jobbörsen haben viele junge Menschen im Sommer die Schulen ohne systematische Berufsorientierung verlassen. Für Jugendliche mit klaren Vorstellungen bedeutet das gute Chancen, noch in diesem Jahr eine attraktive Ausbildung zu finden. Die meisten Unternehmen stellen auch in den nächsten Wochen noch Nachwuchskräfte ein, selbst wenn der Berufsstart sich dadurch auf September oder Oktober verschiebt.

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