
Ausbildungsbilanz für 2020 von der IHK Osnabrück
Die IHK Osnabrück verzeichnet einen deutlichen Rückgang beim Abschluss von Ausbildungsverträgen. Corona hat die Lage auf dem Ausbildungsmarkt verschärft. Der Fachkräftemangel wird die Unternehmen weiter beschäftigen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 14.01.2021 10:05
Die Corona-Krise hat für einen deutlichen Rückgang auf dem Ausbildungsmarkt gesorgt. Die Unternehmen im Bereich der Industrie- und Handelskammer Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim haben 3.890 Verträge unterschrieben. Das ist ein minus von 12 Prozent. Gründe sind neben der Corona-Pandemie der fehlende Abiturjahrgang in Niedersachsen und der Strukturwandel. Insgesamt fehlte es in der Region an geeigneten Bewerbern. Viele Betriebspraktika und Ausbildungsmessen sind ausgefallen. Jugendliche hatten nur wenige Möglichkeiten sich zu informieren. Statt eine Ausbildung anzutreten, sind womöglich viele weiter zur Schule gegangen oder haben ein Studium aufgenommen, so die IHK.
Den geringsten prozentualen Rückgang verzeichnet der Landkreis Osnabrück (minus 9,9 Prozent). Den größten Rückgang bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen gibt es im Landkreis Grafschaft Bentheim (- 18,8 Prozent). Insgesamt war der Rückgang bei den kaufmännischen Berufen (- 13,9 Prozent) größer als bei den industriellen Berufen (- 8,9 Prozent).
Beim Blick nach vorne gilt: Der Fachkräftemangel wird uns auch nach der Überwindung der Corona-Pandemie erhalten bleiben. Die IHK und die Unternehmen werden also weiter in die berufliche Ausbildung investieren.