Atom-Zug bei Münster gestoppt

Atomkraft-Gegnerinnen seilen sich bei Nienberge-Häger von Autobahnbrücke ab

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Zwei Atomkraft-Gegnerinnen haben einen Atom-Müll-Transport blockiert. Die Aktivistinnen haben sich bei Nienberge-Häger von der Autobahn-Brücke abgeseilt und hängen vor der Lok des Uranzuges. Die Bahnstrecke Münster-Enschede ist an der Stelle eingleisig. Darum fallen Züge aus. Polizei und Bundespolizei sind vor Ort und versuchen, die Frauen zu überreden, herunter zu kommen. Sollten sie das nicht tun, kommen Spezialisten, die sie abseilen.

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Züge fallen aus

Auf der Bahnstrecke RB 64: Münster – Gronau – Enschede fallen zwischen Münster Hbf und Altenberge bis auf weiteres die Züge aus. Die Bahn hat einen Ersatzverkehr mit zwei Bussen eingerichtet. Die Polizei hat einen Schienenhubwagen angefordert. Damit wird ein Rettungsteam der Bundespolizei die Frauen abseilen.

Unterstützung von russischen Aktivisten

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Es gibt Unterstützung russischer Atomkraft-Gegner. Hintergrund: Atommüll aus der Urananreicherunganlage in Gronau wird seit Jahren nach St. Petersburg verschifft und dort gelagert. Die Umweltaktivisten fordern – auf deutscher wie auf russischer Seite - ein Ende des Atommüll-Exports. "Laut Ministerium handelt es sich bei dem heutigen Transport um den vorerst letzten dieser Reihe," heißt es in einer Mitteilung der Atomkraft-Gegner. „Das muss für immer der letzte bleiben“, finden die Aktivisten.

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Gegen 17:00 Uhr haben Kletter-Experten der Polizei die beiden Aktivistinnen "geräumt" und die Protest-Aktion damit beendet - nach knapp fünf Stunden.

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