
Greta Thunberg nimmt im September am UN-Klimagipfel in New York teil. Das an sich überrascht kaum. Ungewöhnlich ist dagegen ihre Reise dorthin. Die Fridays-for-Future-Erfinderin kommt mit dem Segelboot. Heute sticht die 16-Jährige mit einer Hochsee-Yacht vom Hafen in Plymouth im Süden Englands aus in Richtung USA in See.
Atlantik-Überquerung als Signal
Etwa 14 Tage dürfte die emissionsfrei Reise der jungen Schwedin mit der High-Tech Yacht Malizia dauern. Völlig klimaneutral ist auch das nicht, betrachtet man die Produktion des seglers, denn der Rumpf besteht aus Carbon - und die Fasern und der Kunstsoff werden üblicherweise aus Erdöl hergestellt. Auch der Baus selbst braucht relaiv viel Energie.Ganz ohne geht es eben nicht - immerhin: der Antrieb während der Atlantik-Überquerung ist Windenergie pur, sonst nichts. Navigation und Funk bekommen ihren Strom über Solarpaneele aus Sonnenenrgie und über Unterwasser-Turbinen und -Propeller.
Greta segelt mit Profis.
Ganz allein segelt Greta nicht: Für die Überfahrt sind die Profi-Segler Boris Herrmann und Pierre Casiraghi zuständig.Außerdem reist der Filmemacher Natan Großmann mit - für eine Dokumentation über den Trip. Vielleicht der wichtigste Begleiter für Greta ist allerdings hr Vater.
Reise ist hochpolitisch.
Sie allein werde die Klimasituation nicht verändern können, sagte die 16-Jährige. Allerdings könne sie durch ihre Teilnahme am Gipfel zu einem Bewusstsein für die Krise beitragen.
