
AStA in Münster kritisiert Studierendenwerke NRW wegen AfD-Kontakten
Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Münster übt scharfe Kritik an den Studierendenwerken in Nordrhein-Westfalen. Diese binden seit 2018 regelmäßig AfD-Vertreter in Beratungsprozesse ein – auch nach der Einstufung der Partei als rechtsextremistisch durch den Verfassungsschutz.
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.04.2026 10:46
„Spiegel“-Recherchen enthüllten, dass die Arbeitsgemeinschaft der Studierendenwerke NRW (ARGE) fachpolitische Gespräche mit der AfD-Landtagsfraktion führt. Betroffen sind Themen wie Wohnen, BAföG und Mensen. Die Praxis wurde trotz Warnsignale fortgesetzt.
Christoph Holtwisch, Sprecher der ARGE und Geschäftsführer des Studierendenwerks Münster, beruft sich auf parteipolitische Neutralität und Gleichbehandlung aller Landtagsfraktionen.
Scharfe AStA-Kritik
„Die AfD ist rassistisch und rechtsextrem. Sie will verfasste Studierendenschaften abschaffen und Studiengänge wie Gender- oder Klimaforschung streichen“, sagt AStA-Vorsitzende Lisa-Nicole Bücker. Jegliche Kooperation schade den Studierendeninteressen.
Stellvertretende Vorsitzende Abrafi Owusu Sekyere: „Neutralität endet, wo Rassismus internationale Studierende abschreckt. Zusammenarbeit mit der AfD ist immer politisch und normalisiert Verfassungsfeindliches.“
Klare Forderungen
Der AStA verlangt für Münster:
- Lückenlose Aufklärung aller AfD-Kontakte
- Strukturelle Änderungen in der ARGE-Praxis
- Personelle Konsequenzen, insbesondere für Christoph Holtwisch
Dieser „Tabubruch“ dürfe nicht zur AfD-Normalisierung beitragen.