
Asiatische Hornisse im Emsland nachgewiesen
In Lingen und Meppen sind erste Funde der asiatischen Hornisse bestätigt worden. Die Asiatische Hornisse ist hier unerwünscht und meldepflichtig. Für den Menschen ist sie genauso ungefährlich wie ihre heimischen Verwandten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 27.06.2024 05:59
Im Landkreis Emsland ist die Asiatische Hornisse nachgewiesen worden. In Lingen und Meppen sind erste Funde bestätigt. Die in Europa eingeschleppte Art ist etwas kleiner und deutlich dunkler als die heimische Hornisse und überwiegend schwarz mit gelben Füßen und einem rot-braun-orange gefärbten Kopf. Sie ist kleiner als die Europäische Hornisse und gleichzeitig aggressiver. Sie lauert Bienen an ihrem Stock auf und tötet diese im Flug. Die Asiatische Hornisse ist hier unerwünscht und meldepflichtig. Der Landkreis Emsland und die Stadt Lingen bitten darum, jede Sichtung zu melden, damit die invasive Art bekämpft wird. Für den Menschen ist die Asiatische Hornisse genauso ungefährlich wie ihre heimischen Verwandten. Sie sind keine Gefahr für die Allgemeinheit. Nur für Allergikerinnen und Allergiker besteht die Möglichkeit, dass die Stiche gefährlich werden.
Bei einem Stich setzt die Hornisse eine Duftmarke, die Artgenossen gewissermaßen das Zielobjekt anzeigt und sie aggressiv macht - dem ersten Stich drohen dann weitere Stiche anderer herbeifliegender Hornissen zu folgen. "Wer doch gestochen wird, sollte sich schnellstens in einem geschlossenen Raum in Sicherheit bringen", so eine Sprecherin des Landesamtes für Natur.
Wer ein Nest entdeckt, ruft Fachleute zur Hilfe. Die Tiere greifen bei der Nest-Entnahme oder bei der Erschütterung des Nestes häufig an. Bei der heimischen Hornisse handelt es sich um eine besonders geschützte Art. Eine Beseitigung der Nester oder das Abtöten der Tiere ist verboten und es droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Auch Fallen sind ohne Genehmigung verboten. Bei der Stadt Lingen ist die Naturschutzbehörde unter der Telefonnummer 0591/9144-367 und der E-Mail-Adresse p.muelich@lingen.de zu erreichen
Ausbreitung in der Region
Auch in der Grafschaft Bentheim wurde das Insekt bereits entdeckt – erstmals im vergangenen November in Schüttorf. Vor wenigen Tagen wurde dem Landkreis nun ein Nest der Asiatischen Hornisse in Gildehaus gemeldet. „Dieses Nest konnten wir erfolgreich mitsamt der Königin entfernen. Wir gehen aber davon aus, dass die Art sich inzwischen schon weiter ausgebreitet hat und überall in der Grafschaft potenziell mit Nestern gerechnet werden muss“, berichtet Manuela Monzka, Leiterin des Bereichs Naturschutz beim Landkreis Grafschaft Bentheim. Der Landkreis Grafschaft Bentheim bittet daher darum, Nester und Funde der Hornissenart mit Angabe des genauen Fundortes und bestenfalls mit einem Foto direkt an die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises oder über das Online-Portal zu melden. Die Entfernung des Nestes erfolgt durch den Landkreis.

