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Armutsfalle Minijob
© IG BAU
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Armutsfalle Minijob

Letztes Jahr sind durch Corona kreisweit mehr als 3.000 Minijobs verloren gegangen. Für die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt zeigt das, dass die 450-Euro-Jobs nicht krisenfest sind.

Veröffentlicht: Dienstag, 13.07.2021 10:30

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Minijobber seien immer die Ersten, bei denen Arbeitgeber in unsicheren Zeiten kürzen. Die Gewerkschaft fordert die Politik auf, 450-Euro-Jobs ab dem ersten Euro sozialversicherungspflichtig zu machen.

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Falsche Anreize durch die Politik

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„Die Politik setzt mit den abgabenfreien Minijobs schon seit Jahren falsche Anreize,“ sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine, Detlev Hopp. Die Corona-Krise habe klargemacht, dass diese Stellen eine arbeitsmarktpolitische Sackgasse seien.

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Vor allem Gebäudereiniger:innen betroffen

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In der Gebäudereinigung seien prekäre Arbeitsverhältnisse besonders stark verbreitet und würden insbesondere für Frauen zum Karriere- und Armutsrisiko. Nach Zahlen der Arbeitsagentur hatten die Reinigungsfirmen im Kreis Steinfurt Ende letzten Jahres etwa 1.200 Beschäftigte mit einem Minijob als einzigem Einkommen. Das seien 41 Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Branche.

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Aufgabe für nächste Bundesregierung

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Nur, wenn für die Beschäftigten künftig Beiträge zur Arbeitslosen-, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung gezahlt würden, gebe es für sie einen wirksamen Schutz. Die IG BAU sieht die nächste Bundesregierung in der Pflicht, das Thema anzupacken.

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