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Arbeitsmarkt und Corona
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Arbeitsmarkt und Corona

Arbeitsmarkt im Kreis Steinfurt trotzt Corona. Arbeitsagentur ruft Unternehmen auf, auszubilden und den Fachkräftemangel nicht aus dem Blick zu verlieren

Veröffentlicht: Mittwoch, 31.03.2021 12:21

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Die Aussicht auf den Frühling hat die Arbeitslosigkeit im Kreis Steinfurt sinken lassen. Aktuell sind 11.402 Menschen ohne Job. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent. Den Rückgang trotz der Pandemie erklärt die Arbeitsagentur Rheine mit der üblichen Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt. Die Zahl ist insgesamt leicht gesunken: Die Arbeitslosenquote für das Münsterland liegt bei 4,3%. Viele Unternehmen setzten alles daran, ihre Belegschaft zu halten.

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Weiter Arbeitskräfte gesucht

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Trotz der Corona-Pandemie suchen die Unternehmen im Kreis Steinfurt Arbeitskräfte. Die Arbeitsagentur Rheine hat in diesem Jahr schon mehr freie Stellen gemeldet bekommen als im letzten Jahr vor Corona. Wer gute Leute hat, versucht, diese zu halten, auch mit Kurzarbeitergeld. Die Entwicklung zeigt: Solange es läuft, sind weniger Menschen in Kurzarbeit, im Lockdown waren es mehr.

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Halbzeitbilanz auf dem Ausbildungsmarkt fällt durchwachsen aus

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Corona bremst den Ausbildungsmarkt im Kreis Steinfurt. Es gibt weniger Bewerbungen und weniger freie Ausbildungsstellen. „Chancen für Jugendliche gibt es aber immer noch reichlich,“ heißt es in der Halbzeitbilanz der Arbeitsagentur Rheine zum laufenden Ausbildungsjahr. Es sei nur nicht so einfach, eine Berufswahl zu treffen, unter anderem, weil Corona-bedingt kaum Praktika in den Betrieben möglich seien.

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Jugendliche sehen kaum Chancen

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Einige Jugendliche melden sich auch nicht, weil sie annehmen, es gäbe derzeit kaum Ausbildungsstellen, heißt es aus Rheine. Auch für die Berufsberatung sei die Arbeit schwieriger geworden: Normalerweise gebe es erste Kontakte in den Schulen. Die Arbeitsagentur setzt darum besonders intensiv auf digitale und interaktive Angebote.

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Die Unternehmen rufen die Arbeitsvermittler:innen auf, weiter auszubilden und auch in der Corona-Krise den Fachkräftemangel nicht aus dem Blick zu verlieren. Wer jetzt ausbilde, investiere in die Zukunft seiner Belegschaft. Aktuell sind noch 1.070 Bewerberinnen und Bewerber auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Ihnen stehen noch 1.509 freie gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber.

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