
Arbeitsagentur zieht Bilanz
Im nördlichen Münsterland gibt es so viele Beschäftigte wie noch nie und die Arbeitslosigkeit ist gegenüber 2021 gesunken.
Gleichzeitig finden die Firmen immer weniger geeignete Leute für freie Stellen, heißt es in der Jahresbilanz der Arbeitsagentur Rheine. Jetzt komme es darauf an, in die Menschen zu investieren, damit auch in Zukunft genügend qualifizierte Arbeitskräfte da sind.
Veröffentlicht: Dienstag, 24.01.2023 13:33
Letztes Jahr war die Arbeitslosigkeit auf dem Vor-Corona-Niveau von 2019. 170.257 Menschen hatten Arbeit – ein neues Rekordhoch. Auch landes- und bundesweit gab es Rekordbeschäftigung: 9,73 Millionen in NRW, 45,57 Millionen in ganz Deutschland. Der Arbeitsmarkt habe die Auswirkungen der Corona-Pandemie gut hinter sich gelassen, heißt es dazu aus Rheine.
Wirtschaftslage zuletzt eingetrübt
Allerdings seien die weltwirtschaftlichen Entwicklungen der letzten Monate auch an der Wirtschaft im nördlichen Münsterland nicht spurlos vorüber gegangen. Von Oktober bis Dezember waren im nördlichen Münsterland mehr Menschen arbeitslos als im Jahr davor. Die Unternehmen haben weniger Leute eingestellt. Gleichzeitig haben sie ihr Personal gehalten und dadurch blieb der Arbeitsmarkt stabil.
Arbeitsagentur: Jetzt in die Menschen investieren
Der Fachkräftemangel ist mittlerweile auch in Bereichen angekommen, die das alltägliche Leben beeinflussen. Längere Wartezeiten auf Handwerker:innen oder mehr Ruhetage in der Gastronomie sind für die Arbeitsagentur "Vorboten davon, welche gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen auf uns zukommen, wenn es nicht gelingt, gegenzusteuern."