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Arbeiten wir zu wenig?
© Bundesagentur für Arbeit
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Arbeiten wir zu wenig?

Bundesfinanzminister Lindner von der FDP fordert, dass in Deutschland mehr gearbeitet wird. Weil die Wirtschaft schwächelt und Fachkräfte fehlen. Arbeiten wir zu wenig? Das sagen Unternehmen und Gewerkschaften im Münsterland.

 

Veröffentlicht: Mittwoch, 05.06.2024 06:45

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In Deutschland arbeiten wir im Durchschnitt 34,7 Wochenstunden. In der EU wird nur in den Niederlanden und in Dänemark noch weniger gerarbeitet. Bundesfinanzminister Lindner und Fachleute aus der Wirtschaft fordern, dass die Arbeitszeit steigt, um die Konjunktur anzukurbeln. Volker Nikolai-Koß vom Deutschen Gewerkschaftsbund im Münsterland sieht die Debatte kritisch.

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Volker Nikolai-Koß, DGB Münsterland"Frage nach Mehrarbeit gleicht Geisterfahrt"
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Studien und die Forderung nach einer Vier-Tage-Woche zeigten, dass viele Menschen weniger arbeiten und mehr Zeit für die Familie und Freizeit haben möchten. Außerdem sei die Belastung in einigen Branchen schon sehr hoch, zum Beispiel in der Pflege.

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Volker Nikolai-Koß, DGB Münsterland"Pflegenotstand und Überstunden von Beamt:innen"
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Wie sehen Unternehmen in der Region die Diskussion? Das fragen wir Carsten Taudt von der Industrie- und Handelskammer Nord-Westfalen in Münster. Die IHK hat gerade ein Positionspapier zum Fachkräftemangel erarbeitet.

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Carsten Taudt, IHK Nord Westfalen"Leistungsbereitschaft nach vorne stellen"
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Klar ist: Viele Ältere gehen bald in Rente, es kommen weniger Junge nach. Carsten Taudt geht davon aus, dass im Bezirk der IHK Nord Westfalen in zehn Jahren 20 Prozent weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.

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Carsten Taudt, IHK Nord Westfalen"Steuerfreie Überstunden für Rentner:innen"
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Außerdem seien flexible Arbeitsmodelle wichtig, damit Eltern oder Pflegende stärker berufstätig werden. Und auch das Anwerben von Fachkräften aus dem Ausland ist für die IHK Teil der Lösung.

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