
Angst vor Langzeitfolgen unbegründet
Die Impfquote steigt. Das ist gut. Nicht gut ist, dass es noch immer Impfskeptiker gibt, die sich aus zwei Gründen nicht impfen lassen wollen. Aus Prinzip und aus Angst. Gegen das Prinzip zu argumentieren ist schwer, die Angst zu nehmen ist möglich. Mit Fakten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.12.2021 09:56
Impfquote steigt - die Angst bleibt
Die Impfaktionen der letzten Woche in Neuenkirchen, Emsdetten, Ochtrup oder Greven liefen super. Die Impfquote steigt - das ist gut - nicht gut ist, dass es immer noch zu viele Impfgegner gibt. Viele radikalisieren sich, überschreiten Grenzen. Und warum? Zum Teil aus Prinzip, zum Teil aus Angst. Angst vor Langzeitfolgen nach der Impfung. Karl aus Horstmar schreibt bei Facebook: "Was wenn mir in 10 Jahren wegen der Impfung keine Haare mehr wachsen. Dann guckt ihr alle in die Röhre"
Gibt es Langzeitfolgen nach der Corona-Impfung?
Schwere Impfnebenwirkungen sind sehr selten - und treten immer kurz nach den Impfungen auf. Normal sind Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, schlappe Gefühl. Denn: Das Immunsystem setzt sich mit dem Impfstoff auseinander. In einzelnen Fällen gab es Herzmuskelentzündungen und Thrombosen - doch von Langzeitfolgen zu sprechen ist falsch, bestätigt uns auch Professor Ludwig, Vriologe aus Münster. Er sagt: Wenn eine Nebenwirkung nur bei einer von einer Million Personen auftritt, fällt dieser Zusammenhang erst auf, wenn mehrere Millionen Menschen geimpft sind. Weiter sagt er zur Angst vor Langzeitfolgen: Die ist unbegründet, denn Nebenwirkungen, die erst Jahre nach einer Impfung auftreten, sind bei Impfstoffen nicht bekannt.
Der Vorteil bei den COVID-19-Impfstoffen ist, dass bisher mehr als 8 Millirarden Impfdosen weltweit verabreicht wurden - und seltene Nebenwirkungen schnell erkannt werden. "Weil schon so viele Menschen geimpft wurden, und der Zeitpunkt der Verabreichungen bei vielen Menschen schon viele Monate her ist, sind wir uns jetzt so sicher über mögliche Nebenwirkungen", so Ludwig.
Professor Ludwig, Virologe aus Münster, hat kein Verständnis für Impfskeptiker
Fazit
Nebenwirkungen treten nicht erst nach 5 Jahren auf, sondern unmittelbar nach der Impfung selbst. Deshalb ist Aufklärung beim Thema Impfen auch so wichtig - Der neue Gesundheitsminister Lauterbach verspricht Besserung und will vor allem in die Schulen und Betriebe des Landes, um über das Thema aufzuklären.

