
Industrieunternehmen im IHK-Bezirk Nord Westfalen verlagern ihre Investitionen zunehmend ins Ausland. Der Trend ist hier stärker ausgeprägt als im Bundesdurchschnitt. Nach aktuellen Zahlen der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) planen 58 Prozent der Industrieunternehmen in Nord-Westfalen Investitionen im Ausland.
Trend im IHK-Bezirk Nord Westfalen stärker ausgeprägt
Im Vergleich dazu liegt der bundesweite Durchschnitt bei 40 Prozent. Der Hauptgrund für diese Investitionen ist die Kostensenkung, ein Motiv, das sowohl in Nord-Westfalen als auch deutschlandweit den höchsten Wert seit der Finanzkrise 2008 erreicht.
Herausforderungen für Deutschland als Investitionsstandort
Der Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen, Fritz Jaeckel, warnt vor den Folgen dieser Entwicklung. Er fordert die Bundesregierung auf, die Probleme durch Energiekosten, Steuerbelastung und Bürokratie schnell zu lösen. Die Eurozone bleibt die häufigste Zielregion für Auslandsinvestitionen, jedoch mit einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Nordamerika gewinnt hingegen an Bedeutung, da viele Unternehmen versuchen, sich dort zu engagieren.