
Dem Osnabrücker Servicebetrieb geht es darum, dass die Menschen den Müll besser trennen, damit keine brandgefährlichen Stoffe in der Tonne landen. Der Teufel steckt im Detail: Elektronische Grußkarten im Papiermüll, blinkende Kinderschuhe oder elektronische Spiel- und Sportgeräte im Hausmüll – immer häufiger brennt es in Müllsammelcontainern, in Müllfahrzeugen oder in Recyclinganlagen, weil Akkus falsch entsorgt werden. In den meisten Fällen aus Achtlosigkeit oder mangelndem Wissen.
Gefahr geht von Lithium-Akkus aus
Die Müllabfuhr möchte sensibilisieren. Elektrogeräte und Batterien im Müll sind neben der Brandgefahr auch gefährlich für die Umwelt: Viele enthalten auch Schadstoffe, zum Beispiel Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium oder Blei. Besondere Gefahren gehen von den sehr energiereichen Lithium-Ionen-Akkus aus – und von Elektrogeräten, in denen sie enthalten sind.
Rückgabemöglichkeiten gibt es genug
Elektroaltgeräte, Altbatterien und -akkus gehören auf Recyclinghöfe oder in Abfallwirtschaftszentren. Wem das zu weit ist, stehen viele andere alltägliche Möglichkeiten offen – beim Einkauf, beispielsweise: Zur kostenlosen Rücknahme von Altgeräten sind alle großen Händler verpflichtet, die auf einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern Elektrogeräte verkaufen. Seit Januar 2022 gilt das auch für Lebensmittel-Märkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von mindestens 800 Quadratmetern, wenn sie Elektro- und Elektronikgeräte anbieten. Beim Kauf eines Elektrogeräts nehmen sie das entsprechende Altgerät kostenlos zurück, kleinere Geräte auch so.