
Es nennt sechs Haupt-Faktoren: Extrem hohe Luft- und Wassertemperaturen bei anhaltender Windstille, kein Niederschlag über einen langen Zeitraum und daraus folgend wochenlang nur 40 Liter Wasserzufluss pro Sekunde über die Münstersche Aa in den See. Dazu eine extrem hohe Fischpopulation, zu wenig Sauerstoff und daraus folgend ein massives Algenwachstum.
Stadt hat ihre Lehren gezogen
Damals trieben 20 Tonnen tote Fische im See. Auch eine große Zahl verendeter Wasservögel wurde nach den heißesten Tagen des Jahres am 8. und 9. August aufgefunden. Die Stadt hat darauf damals direkt das Gutachten in Auftrag gegeben und sofort begonnen, eine Strategie zu entwickeln, damit sch sowas möglichst nicht wiederholt. Denn so abwegig ist das nicht: Die Untersuchungen zeigen, dass der Aasee als künstliches Gewässer in Gestalt und Lage immer wieder Gefahr läuft, in eine Extremsituation wie 2018 zu geraten, denn er ist nicht sehr tief.
Bündel von Maßnahmen zum Schutz des Sees
Ein ganzes Bündel von Maßnahmen ist dazu gedacht, die Stabilität des Sees zu stärken. Dazu gehört unter anderem, die Zahl der Fische im See mit mehr Raubfischen zu begrenzen, den Wasserzulauf zu verbessern und wenn nötig, dem Wasser mit Belüftern mehr Sauerstoff zuzuführen. Und es gibt Messfahrten mit einem ferngesteuerten Spezialboot, um die Wasserqualität zu überwachen und schnell zu reagieren, wenn Grenzwerte erreicht sind.